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Mitgliederversammlung 2012 wählt neuen Vorstand |
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| Aufgrund eines vereinsrechtlichen Formfehlers bestand die Notwendigkeit, den Vorstand der Vereinigung der Korrekturfachlehrer neu zu wählen. Dies geschah am 11. Februar 2012: | ||||||||||||||||||||||||||
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| Das ausführliche Protokoll
der Versammlung wird demnächst in unserer Facebook-Gruppe veröffentlicht. | |||||||||||||||||||||||||||
12.02.2012 | |||||||||||||||||||||||||||
Wie kann die Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern fair erfasst werden? Wie können unterschiedliche Belastungen ausgeglichen werden? |
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| Das
wollte sich Ingrid Pieper-von Heiden, NRW-Landtagsabgeordnete der FDP
und Sprecherin des Ausschusses für Schule und Weiterbildung, mit Blick
auf aktuelle Arbeitszeitmodelle von Experten aus Wissenschaft und
Verbänden sagen lassen. Dazu lud sie die bildungspolitischen Sprecher aller im Landtag vertretenen Parteien sowie Fachleute aus Wissenschaft und Schulpraxis für den 18. Januar 2012 in den Düsseldorfer Landtag ein. Gekommen waren von den Verbänden VBE, GEW und unsere Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen. (Vertreter des Philologenverbandes waren nicht anwesend. Wie Herr Kelm von der FDP mitteilte, waren nur diejenigen Lehrerverbände eingeladen worden, die sich mit Fragen eines Arbeitszeitmodells beschäftigt hätten.) Aus der Wissenschaft erschien Prof. Uwe Schaarschmidt, der das QuAGiS-Modell erläuterte. Vom Mindener Freiherr-vom Stein-Berufskolleg gab es Informationen über das seit Jahren erfolgreich verwendete "Mindener Modell". Für die Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen waren unsere beiden Vorstands- bzw. Personalratsmitglieder Dr. Maria Pohl (Münster) und Mechthild Schulte (Aachen) dabei. Sie ergriffen die Gelegenheit, die Abgeordneten über unsere Position zur zeitlichen Dimensionierung der Lehrerarbeitszeit, das heißt, unsere Forderung nach einem Arbeitszeitmodell mit realistischen Entlastungsfaktoren, zu informieren (Näheres siehe hier). Das Treffen im Düsseldorfer Landtag war die Fortsetzung eines Gesprächs im Juli 2011, bei dem es in fast gleicher personeller Besetzung ebenfalls um das Problem Lehrerarbeitszeit ging und bei dem unsere Vereinigung ebenfalls die Interessen der Vielkorrigierer vertrat, dieses Mal durch die Vorstandsmitglieder Reinhard Heider (Detmold) und Willy Knaup (Greven). |
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04.02.2012 | |||||||||||||||||||||||||||
| Zwischen den Jahren |
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| Im
soeben abgelaufenen Jahr mussten wir Vielkorrigierer erleben, dass
unser Anliegen einer gerechten Ausgestaltung der Lehrerarbeitszeit
auf der Agenda rot-grüner Schulpolitik um keinen Zentimeter nach vorn
gerückt ist. Sekundarschule, parteiübergreifender Schulfriede,
Inklusion und die Reparaturen am G8 waren für Rot-Grün wichtiger als
die groteske Überbelastung der Lehrer von Korrekturfächern, deren
alljährliche Arbeitszeit allein am Gymnasium um 300 Stunden
(oder 16 %) über der durchschnittlichen Arbeitsleistung aller
Gymnasiallehrer liegt (vgl. landeseigene Lehrerarbeitszeitstudie
von Mummert + Partner, 1999). Gleichzeitig forderten die großen
Lehrerverbände – so vergeblich wie in den vergangenen 25 Jahren
auch – die »Aufstockung der Entlastungsstundentöpfe«. Jedermann weiß,
dass Schulpolitiker mit Sachverstand dafür kein Steuergeld mehr
ausgegeben werden, denn das würde das schleichende Dahinsiechen der 150
Jahre alten Wochenstundendeputatsregelung ja nur verlängern – und
mit ihr die darin eingebauten Ungerechtigkeiten
der Arbeitsverteilung unter den Lehrern. Die Deputatsregelung gehört abgeschafft und ersetzt durch ein zeitgemäßes Verfahren der Erfassung und Abrechnung tatsächlich geleisteter Arbeit, das den fach-, stufen- und lerngruppenspezifisch unterschiedlichen Belastungen der einzelnen Lehrpersonen gerecht wird. Aber: Die Lehrerarbeitszeit gehört zusammen mit der Schulformproblematik zu den scheinbar unlösbaren Strukturproblemen des Bildungswesens. Von der rot-grünen NRW-Minderheitsregierung darf man da nichts erwarten. Von den großen Lehrerverbänden schon, aber sie haben Angst vor ihrer eigenen Mitgliedschaft: Da gibt es Besitzstände zu verteidigen, gerade wenn man zu jenem Drittel Lehrpersonen gehört, das – etwa am Gymnasium – bis zu 300 Stunden weniger Arbeit leistet als der Durchschnitt der Lehrer (vgl. landeseigene Lehrerarbeitszeitstudie von Mummert + Partner, 1999). Auch sie sind Beitragszahler, man darf sie nicht verärgern, sondern gaukelt ihnen lieber vor, dass ihre berufslebenslangen Arbeitszeitprivilegien dann nicht mehr zum Himmel stinken, wenn endlich »die Entlastungsstundentöpfe aufgestockt« sind. Aber mit Methoden aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ist das Strukturproblem »Lehrerarbeitszeit« im 21. Jahrhundert nicht zu lösen. Gut, dass es die VEREINIGUNG DER KORREKTURFACHLEHRERinnen gibt, die diesen Sachverhalt immer wieder thematisiert. |
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01.02.2012 |
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| Personalversammlung des Arnsberger Bezirks | |||||||||||||||||||||||||||
Von den Lehrpersonen, die an den über 100 Gymnasien im Arnsberger Bezirk unterrichten, waren anderthalb Dutzend gekommen, darunter auch ein paar Mitglieder der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen. Mehr erfahren Sie in unserem Diskussionsforum bei FACEBOOK. | |||||||||||||||||||||||||||
29.11.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
Abschied aus dem Lehrerberuf | |||||||||||||||||||||||||||
| Eines unserer Mitglieder, ein Gymnasiallehrer für Englisch, Deutsch und Italienisch aus dem Düsseldorfer Schulaufsichtsbezirk, schrieb uns im Zusammenhang seines Eintritts in den Vorruhestand eine freundliche E-Mail. Auf unsere Rückfrage hin hat uns das Mitglied erlaubt, die Mail hier wiederzugeben. Das tun wir auch – und zwar unkommentiert, denn die E-Mail spricht für sich selbst. | |||||||||||||||||||||||||||
Ihrem Verein habe ich in den letzten Jahren gern angehört und für ihn geworben; Sie haben mehr für unsere Gruppe getrommelt und erreicht als der PhV während meiner gesamten ca. 38 Dienstjahre. Garantiert werde ich nie wieder in einem Hotelzimmerchen am Lago Trasimeno oder sonst wo korrigieren müssen, während sich meine (Leid geprüfte) Frau alleine die Zeit vertreiben muss; auf einmal habe ich echte und komplette Wochenenden, über die ich mit meiner Familie frei verfügen kann; und ein paar Tage vor Weihnachten werden wir mal irgendwo über einen Weihnachtsmarkt schlendern – das sind nie dagewesene Genüsse und Freiheiten, wie sie korrekturfreie Kollegen seit Jahrzehnten als Selbstverständlichkeit in Anspruch nehmen konnten, während unsere Spezies, am Schreibtisch sitzend, allenfalls ab und zu durchs Fenster nach draußen schauen konnte, und selbst das mit schlechtem Gewissen… Allein um dieser Fron zu entkommen, habe ich unter nicht unerheblichen finanziellen Einbußen mein Vorruhestandsmodell in Anspruch genommen; wäre es nur ums Unterrichten gegangen, hätte ich gern noch bis 65 weiter gearbeitet. | |||||||||||||||||||||||||||
24.10.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
Korrekturfachlehrer veröffentlichen Rechenschaftsbericht 2011 | |||||||||||||||||||||||||||
Der in der Mitgliederversammlung vom 17. September 2011 vom Vorstand vorgelegte Rechenschaftsbericht blickt im Wesentlichen zurück auf die politische Diskussion um die Lehrerarbeitszeit in den Jahren seit 2009 und auf die von der Vereinigung erzielten Fortschritte. Er zeigt auf, was verbandspolitisch in der Zukunft eine Rolle spielen wird, und nennt hier vor allem die laufenden Musterprozesse. Lesen Sie den Rechenschaftsbericht 2011 in voller Länge. | |||||||||||||||||||||||||||
25.09.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
Neue Musterprozesse zur Lehrerarbeitszeit | |||||||||||||||||||||||||||
Was tun? Die Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen beschreitet erneut den Klageweg, um über Musterprozesse den Spielraum des MSW und der Landesregierung bei der Ausbeutung insbesondere der Vielkorrigierer einzuengen. Drei Mitglieder der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen haben sich für die Musterprozesse als Prozessführer zur Verfügung gestellt: eine angestellte Lehrerin sowie zwei beamtete Kollegen. Rechtsanwalt Janbernd Wolfering aus der Kanzlei Dr. Petermann–Wolfering–Schäfer, Düsseldorf, hat ihre Vertretung übernommen. Die drei Verfahren gelangen voraussichtlich im Herbst dieses Jahres vor das Arbeitsgericht und die Verwaltungsgerichte. Wollen Sie unsere Musterprozesse unterstützen? Treten Sie unserer Vereinigung bei. Oder spenden Sie für die Prozesse. Engagieren Sie sich bei uns. | |||||||||||||||||||||||||||
20.09.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
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Mitgliederversammlung
2011 verabschiedet zwei Vorstandsmitglieder | |||||||||||||||||||||||||||
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| Das ausführliche Protokoll der Versammlung geht den Mitgliedern demnächst zu. | |||||||||||||||||||||||||||
17.09.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
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Drei neue Personalratsmitglieder | |||||||||||||||||||||||||||
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| Damit ändert sich auch die Sitzverteilung in den drei Personalräten (in Klammern die Zahlen für 2008-2011): | |||||||||||||||||||||||||||
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09.09.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
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Einladung zur Mitgliederversammlung | |||||||||||||||||||||||||||
Der Vorstand der Vereinigung
der KorrekturfachlehrerInnen lädt die Mitglieder ein zur turnusmäßigen
Mitgliederversammlung
Sie sind Mitglied und haben keine Einladung erhalten? Bitte wenden Sie sich an den Vorstand – entweder per E-Mail oder per Post. | |||||||||||||||||||||||||||
02.08.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
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38 ausgearbeitete Kursarbeiten in unserem Klausurenpool | |||||||||||||||||||||||||||
| Der letzte Klausurdurchgang
des Schuljahres 2010/11 läuft. Für unseren Klausurenpool bedeutet
das: Kolleginnen und Kollegen senden neue, soeben gestellte und korrigierte
Kursarbeiten ein.
Alle Kursarbeiten sind kriterial aufgebaut. Sie können dem Pool auch als Nichtmitglied Klausuren hinzufügen und entnehmen. |
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27.05.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
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Ein Gespräch mit Frau Böth von der Landtagsfraktion der Partei »Die Linke« | |||||||||||||||||||||||||||
| Vorstandsmitglied Willy Knaup
hatte sich für unsere Vereinigung um einen Gesprächstermin mit
Frau Böth bemüht, weil sie in der Landtagsdebatte zur »gerechten
und flexiblen Lehrerarbeitszeit« durch kritische Äußerungen
zur Arbeitsbelastung von Lehrern und Lehrerinnen und durch Einwände
gegenüber dem Bandbreitenmodell und dem Mindener Arbeitszeitmodell
auf sich aufmerksam gemacht hatte.
Am Donnerstag, dem 7. April, fand das Gespräch in Düsseldorf statt. Außer Herrn Knaup waren auch Frau Mechthild Schulte, Personalratsmitglied in Köln, und Vorstandsmitglied Heiner Hülsmann dabei. Lesen Sie in unserem Diskussionsforum bei FACEBOOK, was dabei herauskam. Sie sind Mitglied in unserer Vereinigung, aber noch nicht Mitglied im Diskussionsforum? Klicken Sie auf das blau grundierte »f« oben rechts, um nachzulesen, wie Sie Zugang erlangen. | |||||||||||||||||||||||||||
14.04.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
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Beisitzer des Vorstands nehmen ihre Arbeit auf | |||||||||||||||||||||||||||
Der Vorstand der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen kooptierte am 24. Dezember 2010
als Beisitzerinnen und Beisitzer. Weitere Kooptionen stehen noch bevor. Mit der Kooption der Beisitzerinnen und Beisitzer setzt der Vorstand der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen einen Beschluss der letzten Mitgliederversammlung um. Nähere Informationen erhalten unsere Mitglieder demnächst persönlich nach unserer ersten Beisitzer-Konferenz. | |||||||||||||||||||||||||||
19.01.2011 | |||||||||||||||||||||||||||
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Schulausschuss des Landtags beriet über das »NRW-Jahresarbeitszeitmodell« | |||||||||||||||||||||||||||
Der Schulausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags beriet am 24. November in öffentlicher Sitzung über den Antrag »Gerechtere und flexiblere Lehrerarbeitszeit für die weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen umsetzen – Jahresarbeitszeitmodell flächendeckend einführen«. Der Antrag war in der Landtags-Plenarsitzung am 10. November eingebracht und an den Ausschuss überwiesen worden. Inzwischen liegt auch das schriftliche Protokoll der Landtagsdebatte vor, die durch den Antrag ausgelöst worden war. Bitte laden Sie es hier herunter und verfolgen Sie den spannenden und aufschlussreichen Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition zu diesem für uns Korrekturfachlehrer zentralen Thema! Vielleicht kann diese kleine Kostprobe Sie dazu motivieren: Rüdiger Weiß (SPD): […] Es gibt Stressfaktoren der unterschiedlichsten Art, die sich deutlich und erheblich vom Unterricht in einem Klassenzimmer unterscheiden und in anderen Fächern in dieser Intensität gar nicht virulent sind. Nehmen wir ein anderes Fach […]: Die Lehrerin, der Lehrer, die zum 15. Mal Effi Briest lesen und analysieren lassen, die in ihrem Fundus zu Hause geschätzte 3 m Regalwand an Interpretationen und Analysen haben, (Zurufe von der CDU: Oh!) die Schubladen voll ausgearbeiteter Unterrichtsbausteine ihr Eigen nennen und voll durchgeplante Unterrichtsstunden aus dem Köcher ziehen, sollen also genauso bewertet werden wie die ambitionierte Junglehrerin, die sich den Roman eines weitgehend unbekannten Schriftstellers aussucht, ohne Reclam-Hilfen in den Mittelpunkt zu stellen? Die Liste der Beispiele – ich könnte andere Fächer nennen – ließe sich beliebig fortführen. (Quelle: Plenar-Protokoll des Landtages NRW vom 10.11.2010, Seite 986 [linke Spalte, unten]). Irgend jemand müsste dem Herrn Abg. Rüdiger Weiß mal erklären, wie die Gymnasiale Oberstufe in den Zeiten des Zentralabiturs funktioniert. Er steckt da noch voll in den »Goldenen Achtzigern« und ist außerdem Schulleiter einer Hauptschule in Bergkamen-Oberaden: Geboren am 29. November 1960 in Oberaden; verheiratet, ein Kind. Abitur 1980. Studium der Fächer Deutsch und Sport im Bereich Sekundarstufe I und II, Tätigkeit als Lehrer, seit 2005 Schulleiter einer Hauptschule in Bergkamen. Mitglied der SPD seit 1983. Vorsitzender des Juso-Stadtverbandes Bergkamen 1985 bis 1990, seit 1992 Ortsvereinsvorsitzender der SPD in Oberaden. Mitglied des Rates der Stadt Bergkamen seit 1989, dort Vorsitzender des Umweltausschusses 1994 bis 1999 und des Ausschusses für Strukturwandel, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung von 1999 bis 2004, seit 2004 Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Sport und Weiterbildung. Stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion Bergkamen. Mitglied des Kreistages Unna seit 2009. Abgeordneter des Landtags Nordrhein-Westfalen seit 9. Juni 2010. (Quelle: Website des Landtages NRW) | |||||||||||||||||||||||||||
| 03.12.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Lehrerarbeitszeit wird im NRW-Landtag debattiert | |||||||||||||||||||||||||||
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| 10.11.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Von selbst kommt gar nichts | |||||||||||||||||||||||||||
Die seit der Landtagswahl im Mai bestehende politische Konstellation in NRW mit der Minderheitsregierung aus SPD und den Grünen lässt eine baldige Neuregelung der Lehrerarbeitszeit nach dem von unserem Verband favorisierten NRW-Jahresarbeitszeitmodell in weitere Ferne rücken als zuvor. Was können wir Vielkorrigierer in dieser Lage konkret tun, um unsere Lage dennoch zu verbessern? Es gibt Interimslösungen, die den Systemwechsel mit dem »NRW-Jahresarbeitszeitmodell« umgehen, die auch nicht zu der von uns geforderten umfassenden Berücksichtigung der vielfältigen Korrekturfachlehrer-Arbeit als zeitaufwändige Berufsarbeit führen, die aber das in vielen Kollegien keineswegs geleugnete Problem der Überbelastung von Kernfach-Lehrpersonen pragmatisch zu lindern versuchen. An einer Schule im Münsterland praktizieren die Lehrerinnen und Lehrer seit einigen Jahren ein selbstentwickeltes und durch die Lehrerkonferenz beschlossenes Entlastungsstundenmodell, das sie »Progressionsmodell« nennen: Je mehr Korrekturen eine Lehrperson hat, umso relativ stärker wird sie – wirksam, weil in nennenswertem Stundenumfang – entlastet. Das verhindert zwar nicht die sechs Voll-Korrekturen, mit denen man zu jenen Gymnasiallehrern gehört, die jahrein, jahraus 2200 und mehr Stunden Arbeitsleistung erbringen und damit etwa 300 Stunden über dem Durchschnitt aller Gymnasiallehrer liegen (Mummert+Partner, 1999). Es verhindert aber – das Einverständnis einer Mehrheit in der Lehrerkonferenz vorausgesetzt – die berüchtigte siebente und achte Voll-Korrektur. In unserem FACEBOOK-Diskussionsforum erklärt unser Mitglied Frau Gabriele Nickler, Nottuln, wie das Modell funktioniert. Lesen Sie dort mehr! | |||||||||||||||||||||||||||
06.11.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Ein erstes Treffen mit der neuen Schulministerin Löhrmann | |||||||||||||||||||||||||||
Am 6. Oktober 2010 waren unser Vorsitzender Reinhard Heider (Steinheim), Vorstandsmitglied Willy Knaup (Greven) sowie das Mitglied Artur Weinhold (Lünen) auf Einladung der Ministerin Löhrmann im Düsseldorfer Ministerium für Schule und Weiterbildung zu einem ersten Gespräch. Auf Seiten des Ministeriums nahmen außer Frau Löhrmann ihre Persönliche Referentin und Büroleiterin Hildegard Banneyer, ihr Staatssekretär Ludwig Hecke und der Ministerialrat Hartmut Pietsch (Leiter des Referats 225 – Schulfinanzierung, Lernmittelfreiheit, Lehrerarbeitszeit, Schülerfahrkosten, Ausbildungsförderung) teil. Ministerin Löhrmann erklärte, sie wolle zunächst einige der schulpolitischen Altlasten der Vorgängerregierung abarbeiten (darunter die Probleme mit der G8-Schulzeitverkürzung), um sich im kommenden Jahr den weiteren Aufgaben zuzuwenden, die im Koalitionsvertrag der Landes-SPD mit den Landes-Grünen im Kapitel II »Bildung« beschrieben seien. Unter diesen Aufgaben befinde sich auch die Neuregelung der Lehrerarbeitszeit (siehe Koalitionsvertrag, Zeilen 528-537). Allen Forderungen nach einer sofort spürbaren Ad-hoc-Entlastung der Vielkorrigierer – insbesondere bei der Anzahl der Klassen- und Kursarbeiten– erteilte Frau Löhrmann eine Absage mit der Begründung, sie sei nicht gewillt, die Anforderungen am Gymnasium zu senken. Das Gespräch, das in nüchterner Atmosphäre geführt wurde, endete nach gut 50 Minuten. Eine ausführlichere Darstellung und Bewertung des Gesprächs finden unsere Mitglieder im FACEBOOK-Diskussionsforum. | |||||||||||||||||||||||||||
09.10.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Die Einführung eines Jahresarbeitszeitmodells… | |||||||||||||||||||||||||||
… könnte in den Mangelfächern eine Entlastung bewirken, wenn auch nur vorübergehend – das meint zumindest zum »Tag der Arbeit« die Rheinische Post:
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02.05.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Unterm Strich bleiben dem Land rund 600 Millionen Euro | |||||||||||||||||||||||||||
Die Vielkorrigierer tun das jedes Jahr. Egal, ob sie in einem Jahr Lust auf eine AG haben oder nicht. Egal, ob sie sich für eine Beförderungsstelle profilieren wollen oder nicht. So geht das ein Berufsleben lang. Eine Wahl haben die Vielkorrigierer dabei allerdings nicht. Denn ihre Mehrarbeitsleistung ist unter dem geltenden Wochenstunden-Deputatsmodell mit der Standard-Vergütung für die 25,5 Unterrichts-Wochenstunden der Gymnasiallehrer abgegolten. Wer es nicht glaubt: Das alles steht im Lehrer-Jahresarbeitszeitgutachten des Landes NRW. Seine Kurzfassung kann man hier herunterladen. | |||||||||||||||||||||||||||
21.04.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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| »Es ist […] höchste Zeit, das einheitliche Stundendeputat abzuschaffen und der einzelnen Schule den Freiraum zu geben, die Arbeitszeit selbstständig einzuteilen. Doch eine Umverteilung lehnen Lehrer-Gewerkschaften bislang ab, fürchten sie doch um einen Teil ihrer Klientel.« | |||||||||||||||||||||||||||
| Was sich anhört, als sei es – wieder einmal – erst in den letzten Monaten gesagt worden, stammt aus dem Jahr 2000. Die Bildungsjournalistin Jeanne Rubner schrieb es im November 2000 in der Süddeutschen Zeitung. Und jetzt, knapp zehn Jahre später: Tut sich was in genau der Frage, von der das Ansehen der Lehrer in der Öffentlichkeit, die Attraktivität ihres Berufs bei Studienanfängern und die Arbeitsbedingungen jedes einzelnen Lehrers zentral abhängen?
Wo die großen Lehrerverbände seit mehr als zehn Jahren versagen, müsste die Politik vorangehen und führen – in einem Jahr mit Landtagswahlen sowieso. Am 3. Februar schickte deshalb der Vorstand der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen an die Vorstände der für die Landtagswahl am 9. Mai kandidierenden Parteien einen Brief mit fünf Fragen und der Bitte um deren Beantwortung. Lesen Sie, was die Parteien zu sagen haben. | |||||||||||||||||||||||||||
30.03.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Jahresarbeitszeitmodell könnte Lehrermangel kurzfristig überbrücken | |||||||||||||||||||||||||||
| Eine Dauerlösung kann es nicht sein, aber für eine gewissen Zeit könnte man in einigen Fächern den schlimmsten Lehrermangel beheben: | |||||||||||||||||||||||||||
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| Klicken Sie auf das Wort »Kommentar« am Ende des Berichts, um auch die Meinung des Westfalenblattes zu erfahren. | |||||||||||||||||||||||||||
30.03.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Facharbeiten korrigieren | |||||||||||||||||||||||||||
| Jetzt ist die Saison der Facharbeitskorrekturen. Sie sind schon wieder dabei? Machen Sie sich das Korrigieren und Bewerten etwas einfacher durch unser standardisiertes Bewertungsraster: Sie korrigieren die Facharbeit, dabei tippen Sie am Computer die relevanten Beurteilungsmerkmale dieser Facharbeit in das Raster ein. Zum Schluss das Ganze ausdrucken, datieren und paraphieren – fertig. Verwaltungsgerichtsfest ist es auch. Näheres dazu in unserem mitglieder-öffentlichen FACEBOOK-Diskussionsforum! Sie sind noch nicht Mitglied im Forum? | |||||||||||||||||||||||||||
21.03.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Der Korrekturfachlehrer-Leporello | |||||||||||||||||||||||||||
Er ist so gestaltet, dass er auch noch nach der didacta verwendet werden kann. Wenn Sie also jemandem kurz und bündig mitteilen wollen, was unsere Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen erreichen will, dann drucken Sie den Leporello aus. Am besten auf Papier in jenem Goldgelb, das schon seit langem unsere Verbandsfarbe ist. Hier können Sie den Leporello herunterladen. | |||||||||||||||||||||||||||
21.03.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Der nächste Klausurdurchgang kommt | |||||||||||||||||||||||||||
Bedienen
Sie sich im Klausurenpool für Ihre nächsten Oberstufenklausuren.
Lesen Sie hier, wie Sie Klausuren einbringen und entnehmen können. Hier finden Sie die aktuelle Übersicht über den Inhalt des Klausurenpools Deutsch und des Klausurenpools Englisch. Mitglied in der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen brauchen Sie dafür nicht zu sein. | |||||||||||||||||||||||||||
05.03.2010 | |||||||||||||||||||||||||||
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Jahresarbeitszeitmodell: Zunehmendes Presse-Echo | |||||||||||||||||||||||||||
Lesen Sie hier den Bericht zu nebenstehendem Kommentar! | |||||||||||||||||||||||||||
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Treffen mit Referenten des Ministeriums | |||||||||||||||||||||||||||
Mehrere Gründe sprächen dafür, so Gellesch, dass auch jede andere denkbare Koalition sich nach der Landtagswahl mit der Lehrerarbeitszeit auseinandersetzen werde, ja müsse, und dafür auch auf die Erfahrungen von acht NRW-Versuchsschulen zurückgreifen werde, die im »NRW-Modell« enthalten seien:
Der Vorstand unserer Vereinigung wird sich in Kürze mit weiteren Informationen zum »NRW-Modell« und zu dessen Chancen auf Einführung an die Mitglieder wenden. Schon jetzt können Mitglieder unserer Vereinigung im FACEBOOK-Diskussionsforum mehr über den Referentenvortrag und das »NRW-Jahresarbeitszeitmodell« erfahren. | |||||||||||||||||||||||||||
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Das Doppelabitur 2013 betrifft auch die Lehrer von Korrekturfächern | |||||||||||||||||||||||||||
Unter Schülern und Eltern wird es gegenwärtig viel diskutiert, unter Lehrern – nicht zuletzt den Vielkorrigierern – setzt die Diskussion darum auch ein. Lesen Sie, was das Westfalenblatt dazu schreibt! | |||||||||||||||||||||||||||
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| Das Thema »Lehrerarbeitszeit«: Unsere Fragen an die NRW-Parteien zur Landtagswahl | |||||||||||||||||||||||||||
Am 9. Mai 2010 finden in NRW die nächsten Landtagswahlen statt. Wir Korrekturfachlehrer möchten von den politischen Parteien in NRW wissen, ob und wann sie beabsichtigen, das über 150 Jahre alte Wochenstunden-Deputatsmodell für Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen durch eine moderne Lehrerarbeitszeitregelung zu ersetzen. Deshalb formuliert der Vorstand unserer Vereinigung fünf Fragen zum Thema »Lehrerarbeitszeit«, die den politischen Parteien vorgelegt werden. Der Vorstand wird diese Fragen zusammen mit den Antworten veröffentlichen, die wir von den politischen Parteien bis zum 19. März erhalten haben, um allen Mitgliedern unserer Vereinigung, die seit mehr als einem Jahrzehnt auf eine Reform der Lehrerarbeitszeit warten, eine Grundlage für ihre Wahlentscheidung am 9. Mai 2010 zu geben. Sie können unsere fünf Fragen an die fünf NRW-Parteien hier herunterladen, bei sich zu Hause ausdrucken und in Ihrem Lehrerzimmer auf den Tischen verteilen oder ans »Schwarze Brett« der Lehrerverbände heften. | |||||||||||||||||||||||||||
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| Die Mitglieder unserer Vereinigung haben jetzt ihr eigenes Diskussionsforum: korrekturfachlehrer.de bei FACEBOOK | |||||||||||||||||||||||||||
Warum dieses Diskussionsforum? Es entstand auf Anregung eines unserer Mitglieder: Nicht wenige Angehörige unserer Korrekturfachlehrer-Vereinigung, die ja über ganz NRW verbreitet ist, vermissten den gedanklichen und alltagspraktischen Austausch mit anderen Mitgliedern. Erfahrungen von Mitgliedern, die an einer Nachbarschule unterrichteten oder gar in einer anderen Stadt, verblieben ohne weiteren Nutzen nur bei der einzelnen Person, die sie mache. Wenn Sie interessiert sind und beitreten wollen, mit der »Social-networking«-Plattform FACEBOOK aber nicht vertraut sind, dann lesen Sie erst einmal hier weiter. | |||||||||||||||||||||||||||
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| »Vom ›Mindener Modell‹ zum NRW-Modell«: FDP-Veranstaltung im Landtag am 15. Dezember | |||||||||||||||||||||||||||
Nach der Begrüßung durch den Fraktionsvorsitzenden Dr. Gerhard Papke führte die bildungspolitische Sprecherin Ingrid Pieper-von Heiden in das Thema ein. Oberstudiendirektor Christoph Gralla vom Herder-Gymnasium in Minden und Oberstudiendirektor Michael Paul samt Stellvertreter Studiendirektor Heinfried Wesemann vom Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Minden erläuterten die Grundzüge der an ihren Schulen teilweise schon im fünften Jahr durchgeführten Schulversuche mit Lehrer-Jahresarbeitszeitmodellen und präsentierten sodann Ergebnisse und Perspektiven für deren weitere Entwicklung. Ihr einhelliges Fazit: Die Modelle sind so ausgereift, dass ihrer praktischen Einführung im Schulalltag nichts entgegensteht. Für manche im Fraktionssaal kam dann die Überraschung: Seit der mit Mehrheit beschlossenen Einführung der Jahresarbeitszeitkonten haben an den Versuchsschulen die Zustimmungsraten der Lehrerkollegien in geheimen Abstimmungen fast die 80-%-Marke erreicht. Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie zum Lehrerarbeitszeitmodell stellten im Anschluss Dipl.-Päd. Melanie Schreiber und Dr. Johannes König von der Universität Köln vor. Sie zeigten, dass an den Versuchsschulen die Akzeptanz des Jahresarbeitszeitmodells im Laufe des mehrjährigen Untersuchungszeitraumes erkennbar zunahm und gerade bei Fragen nach den gesundheitlichen Auswirkungen durchweg sehr deutlich über der einfachen Kollegiumsmehrheit lag. Die zahlreich anwesenden Lehrerinnen und Lehrer, die nicht alle verbandspolitisch engagiert waren, konnten sodann im Plenum ihre Statements, Fragen und Anregungen zu den vorgestellten Jahresarbeitszeitmodellen vortragen. Als der parlamentarische Geschäftsführer Ralf Witzel die daraus entstehende Diskussion zusammengefasst hatte und seine Landtagskollegin Ingrid Pieper-von Heiden die Veranstaltung abschloss, zeigte die Uhr des Fraktionssaals 19 Uhr. | |||||||||||||||||||||||||||
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| Ist das der Deubel an der Wand? | |||||||||||||||||||||||||||
Es ist Sonntag. Abends, so etwa halb zehn. Es ist lauschig, denn es war ein warmer Frühlingstag. Sie sitzen auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse. Sie könnten sich jetzt dem Mai-Abend hingeben, sich noch einmal entspannen und sich innerlich auf die kommende Woche einstellen. Können Sie aber nicht! Es ist der Abend des 9. Mai 2010. Die Landtagswahl ist seit dreieinhalb Stunden zu Ende. Soeben wurden die letzten, nunmehr sehr sicheren Hochrechnungen bekannt gegeben: Die nächste Landesregierung wird mit einer erdbebensicheren Landtagsmehrheit in die neue Legislaturperiode gehen. Jetzt kann und wird sie das tun, was eine ähnliche Mehrheit in Hamburg 2003 auch getan hat: die Lehrerarbeitszeit reformieren, ohne dass die Landesregierung sich sehr um das Gezeter der großen Lehrerverbände scheren muss. Sie haben in den Jahren zuvor ja nur abgeblockt – worüber sollte man also mit ihnen jetzt verhandeln? Der Druck seitens der Regierungsmehrheit, aus der Öffentlichkeit und in der Presse wird ausreichen, um alle Widerstände einzuebnen. Die neue Lehrerarbeitszeitregelung für NRW wird durchgesetzt, ohne dass die Verbände etwas zu vermelden haben. Ob die Lehrer sich dabei schlechter stehen oder besser, hängt allein vom Wohlwollen der Regierungsmehrheit ab. Ist das der Deubel an der Wand? Bevor es allen NRW-Lehrern so geht wie in Hamburg, wo das »Hamburger Modell« gegen den Widerstand auch der großen Verbände durchgesetzt wurde, müssen die Lehrerverbände Position beziehen. Langwierige Lehrer-»Arbeitsplatzbeschreibungen«, wie sie der Philologenverband in der Kölner Personalversammlung am 5. November forderte, sollen offenbar nur dazu dienen, den Zeitpunkt hinauszuzögern, an dem Philologenverband und GEW ihren Mitgliedern reinen Wein einschenken müssen: Leute, so wie bisher mit dem für Extra-Arbeit nach oben offenen Stundendeputatsmodell geht es nicht mehr weiter – für alle Lehrer nicht! Es hat uns seit 1987 nur die wiederholte Erhöhung unserer Wochenstunden beschert und die enorme Verdichtung unserer Arbeit weder öffentlich sichtbar werden lassen noch gar verhindert! Die Fakten sind bekannt, Lösungsmodelle gibt es: Ob man die Arbeitszeituntersuchung von Mummert + Partner aus dem Jahre 1999 aktualisiert oder eine größere Anzahl von Schulleitern – wie in Hamburg – zu einer »Expertenbefragung« heranzieht oder beides tut: Am Ende wird ein Jahresarbeitszeitmodell stehen. Dafür sind schon längst in Schulversuchen an ganz normalen NRW-Gymnasien Vorarbeiten geleistet worden. Darauf muss jetzt aufgebaut werden. | |||||||||||||||||||||||||||
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| Lehrerarbeitszeit, Gerichte und MSW | |||||||||||||||||||||||||||
Seit 2005 stehen diese beiden Sätze in der Welt: »Wir wollen das Ansehen des Lehrerberufs verbessern. Die Lehrerarbeitszeit wird flexibler und gerechter gestaltet.« Diese beiden Sätze sind Teil des Koalitionsvertrages zwischen CDU und FDP. Kaum waren sie in der Welt, wurde die Landesregierung sogleich mit dem massiven Widerstand des Philologenverbandes und der GEW konfrontiert. Bis heute, bis zum November 2009, hält er an. Warum? Weil Philologenverband und GEW es ihrer Mitgliedschaft nicht meinen zumuten zu können, dass die Lehrerarbeitszeit tatsächlich »flexibler und gerechter« wird. Dafür wäre eine Abkehr vom veralteten Wochenstunden-Deputatsmodell erforderlich, das suggeriert, Lehrerarbeit bestehe nur aus Unterricht und sei zudem in allen Fächern gleich zeitaufwändig. Stattdessen schwören diese beiden Verbände auf die Wiederbefüllung der sogenannten »Entlastungstöpfe«. Hört man ihre Vorstände von den wunderbaren Möglichkeiten der »Entlastungstöpfe « schwärmen, könnte man meinen, sie hätten den Stein der Weisen gefunden. Dabei weiß man bei PhV und GEW sehr genau, dass sie sich für ein Modell ins Zeug legen, das von den Gerichten längst für rechtswidrig erklärt worden ist. Lesen Sie hier weiter! | |||||||||||||||||||||||||||
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| »Herr, schmeiß Entlastungsstunden vom Himmel!« | |||||||||||||||||||||||||||
In diesen Ruf möchte man regelmäßig ausbrechen, wenn wieder – wie jetzt, im November 2009 – die Zeit der Personalversammlungen angebrochen ist. Ritualartig fordern dort in Anträgen oder Resolutionen Jahr für Jahr Lehrer – und leider auch Lehrerverbands-Offizielle oder -Funktionäre, die es eigentlich besser wissen müssten – die »Aufstockung der Entlastungstöpfe«. Fordern kann man viel. Ob es eine Chance auf politische Verwirklichung hat, steht auf einem anderen Blatt. | |||||||||||||||||||||||||||
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| Hilfe zur Selbsthilfe: Der Klausurenpool der Korrekturfachlehrer-Vereinigung | |||||||||||||||||||||||||||
Jetzt ist es soweit: Die ersten punktebasierten Klausuren – zunächst für die Fächer Deutsch und Englisch – sind im Pool. Wollen Sie nicht mitmachen? | |||||||||||||||||||||||||||
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| Jahreshauptversammlung 2009 | |||||||||||||||||||||||||||
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| Drittes bildungspolitisches Symposium Nordrhein-Westfalen | |||||||||||||||||||||||||||
Gut besucht war das ganztägige »Dritte bildungspolitische Symposium Nordrhein-Westfalen«, das das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen am Samstag, dem 7. März 2009, in der »Messe Essen« organisierte. Die Vereinigung der Korrekturfachlehrer e.V. war dort mit Vorstandsmitgliedern und Personalräten vertreten (s. Foto). So kurz vor dem Ende der Legislaturperiode mochte man die Veranstaltung für einen vorgezogenen Wahlkampfauftritt des Ministeriums halten. Trotzdem war das Symposium wertvoll für das Anliegen unserer Vereinigung: wegen der informellen Gespräche mit Angehörigen des Ministeriums und der Schulverwaltung, aber auch mit Wissenschaftlern wie Prof. Jürgen Baumert, dessen Einführungsvortrag über die Schwerpunkte der neuen Lehrerausbildung in NRW mit viel Beifall bedacht wurde. Die Conférence der Veranstaltung hatte WDR-Moderatorin Gisela Steinhauer inne. Sie war es, die auf der Bühne beim Podiumsgespräch am Nachmittag den MSW-Staatssekretär Winands fragte, wann das MSW denn die Forderungen der Korrekturfachlehrer nach einer fairen und transparenten Arbeitszeitregelung in einer öffentlichen Veranstaltung auch mit den anderen Verbänden zu thematisieren gedenke. Ob Herr Winands den Korrekturfachlehrern nicht auf der Stelle versprechen wolle, dass innerhalb eines Jahres eine solche große öffentliche Veranstaltung mit Beteiligung der anderen Lehrerverbände unter der Ägide des MSW stattfinden werde. Staatssekretär Winands antwortete ausweichend: Es stünden sich in der Lehrerschaft zwei große Lager gegenüber, einerseits die Korrekturfachlehrer und andererseits die übrigen Lehrerverbände. Zwischen diesen lasse sich keine Einigkeit herbeiführen, weshalb er sich noch genau überlegen müsse, ob es sinnvoll sei, eine solche Veranstaltung durchzuführen. | |||||||||||||||||||||||||||
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| Verwaltungsgerichtsverfahren zur Reduzierung der Pflichtstundenzahl abgeschlossen | |||||||||||||||||||||||||||
Das bisher letzte Verwaltungsgerichtsverfahren eines unserer Mitglieder um Reduzierung der Pflichtstundenzahl von Vielkorrigierern ist durch das Münsteraner Oberverwaltungsgericht nunmehr endgültig abgeschlossen worden. Unser Mitglied Karin de Wit-Yokoi, Ratingen, hatte mit einem Vollstreckungsantrag vom 16.03.2007 vom Verwaltungsgericht Düsseldorf verlangt, dass das in ihrem Verfahren ergangene Urteil des Verwaltungsgerichts vom 07.03.2006 an ihrer Schule auch in ihrem Sinne umgesetzt werde. Den Vollstreckungsantrag lehnte das Verwaltungsgericht durch Beschluss ab. Dagegen legte Dr. Klaus Schmiemann, Köln, als Prozessbevollmächtigter für Frau de Wit-Yokoi Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht ein. Am 16. Januar 2009 beschied das Oberverwaltungsgericht diese Beschwerde abschlägig. Dr. Schmiemann schreibt dazu nunmehr:
Lesen Sie den vollen Wortlaut des Beschlusses des Oberverwaltungsgerichts Münster vom 16.01.2009! | |||||||||||||||||||||||||||
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| Korrekturfachlehrer veröffentlichen Jahresbericht 2008 | |||||||||||||||||||||||||||
Die wichtigsten Themen darin sind
Lesen Sie den Jahresbericht 2008 in voller Länge! | |||||||||||||||||||||||||||
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Schulleiter Gralla erläutert gymnasiales »Mindener Modell« | ||||||||||||||||||||||||||
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Die Personalratswahl 2008 endet mit einem Erfolg für die Korrekturfachlehrer | ||||||||||||||||||||||||||
Mitglieder unserer »Vereinigung der Korrekturfachlehrer« werden in Zukunft allen Gremien der NRW-Personalvertretung für die Gymnasiallehrer angehören und darauf achten, dass den Interessen der Vielkorrigierer mehr Beachtung zuteil wird als bisher:
Besonders wichtig: Auch im Hauptpersonalrat wird unsere Vereinigung in Zukunft einen Sitz einnehmen. Mit 9,13 % der Stimmen erzielte sie dort auf Anhieb das drittbeste Ergebnis aller Gruppierungen – nach Philologenverband und GEW.
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Personalratswahl 2008: Wir erfahren tagtäglich in unserem eigenen Berufsalltag, womit Vielkorrigierer konfrontiert sind – und handeln danach | ||||||||||||||||||||||||||
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Wir sind selbst Korrekturfachlehrer. Unsere Personalratsvertreter setzen sich für Sie ein –
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»Die für alle Beamten in NRW – vom Finanzamt bis zur Justiz – gültige Jahresarbeitszeit von 1804 Stunden muss konsequenter auf die Schule übertragen werden« | ||||||||||||||||||||||||||
Maximal 1804 Arbeitsstunden im Jahr – für die Vielkorrigierer ist das seit vielen Jahre reine Utopie.
Äußerer Anlass des Westfalenblatt-Artikels war die Freigabe des »Mindener Modells« eines belastungsspezifisch faktorierten Jahresarbeitszeitkontos durch den Schulausschuss des NRW-Landtages. Schon vor der Freigabe hatten fünf NRW-Schulen das »Mindener Modell« in der Erprobung. Lesen Sie hier den gesamten Artikel über »das heißeste Eisen der Schulpolitik, die unterschiedliche Arbeitsbelastung von Haupt- und Nebenfach-Lehrern« (Westfalenblatt). | |||||||||||||||||||||||||||
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NRW-Personalratswahlen: »Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V.« tritt an | ||||||||||||||||||||||||||
Bei den Wahlen zu den Bezirkspersonalräten und zum Hauptpersonalrat für die Schulform Gymnasium bieten die Korrekturfachlehrer in ganz Nordrhein-Westfalen Kandidaten auf. »Noch immer ist die ›Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen‹ der einzige Interessenverband, der sich konsequent auf allen Ebenen dafür einsetzt, dass der Dienstherr seiner Pflicht zur Fürsorge auch gegenüber Vielkorrigierern nachkommt und sie gleich behandelt«, sagt Reinhard Heider, der Vorsitzende der Vereinigung. Seine Stellvertreterin Maria Sangmeister ergänzt: »Wenn es uns gelingt, bei den kommenden Personalratswahlen in alle fünf Bezirkspersonalräte und in den Hauptpersonalrat in Düsseldorf einzuziehen, wird das die anderen Lehrerverbände dazu zwingen, sich mit den Themen Arbeitszeitreform und Arbeitszeitgerechtigkeit ernsthaft auseinanderzusetzen.« | |||||||||||||||||||||||||||
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»Im Durchschnitt 56 Stunden Arbeitszeit in der Unterrichtswoche« | ||||||||||||||||||||||||||
| In Dortmund diskutierten Experten am Donnerstag, dem 7. Februar 2008, über die Zukunft des Lehrerberufs. Ein Thema: Die Belastung der Pädagogen durch hohe Arbeitszeit.
Dasjenige Arbeitszeitmodell, das Schaarschmidt zusammen mit Professor Bernhard Sieland im Auftrag des Lehrerverbandes VBE entwickelte, soll demnächst in NRW getestet werden, heißt es im WDR-Interview. Sehen wir Korrekturfachlehrer damit endlich besseren Zeiten entgegen? Immerhin macht sich der mächtige »Verband Bildung und Erziehung« – Mitglied im Deutschen Beamtenbund – für das Arbeitszeitmodell von Schaarschmidt und Sieland stark. Solche Verbündete hätten wir gern, die wir als Vielkorrigierer in jedem Kollegium immer eine Minderheit darstellen! Goldene Zeiten also? Leider nicht. Für Korrekturfachlehrer ist das Arbeitszeitmodell von Schaarschmidt und Sieland eine Mogelpackung. Warum das so ist, lesen Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||
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»Die Angst vor Knatsch im Kollegium ist zu groß: Wer legt sich schon gern mit dem Sportlehrer an?« | ||||||||||||||||||||||||||
Ähnlich forsch geht es weiter: »Zwei Lehrer gehen mittags nach der Schule nach Hause. Der eine hat einen dicken Stapel Englisch-Klausuren im Gepäck. Später wird er den Unterricht des nächsten Tages vorbereiten und noch bis tief in der Nacht mit einem Rotstift in den 32 Texten herumstreichen. Der andere ist Sportlehrer. Er hat jetzt Feierabend und freut sich schon auf die Theaterpremiere mit seiner Frau.« Ist damit unser Anliegen in der breiteren Öffentlichkeit angekommen? Angesichts der reißerischen Formulierungen muss man das leider – noch – verneinen. Zumal die Autoren nach dem frechen, wenn auch treffenden Einstieg das Grundproblem im weiteren Verlauf des Artikels wieder aus den Augen verlieren:
Lesen Sie den gesamten Artikel bei Spiegel online. Wollten Sie nicht schon immer mal Ihren Standpunkt zu diesem Thema darlegen? Dann beteiligen Sie sich doch an der Online-Diskussion darüber. An sachverständigen Äußerungen herrscht dort etwas Mangel. Das trifft schon auf den Artikel selbst zu. Oder kennen Sie jemanden, der 32 Oberstufen-Klausuren an einem Nachmittag und Abend wegkorrigiert – und zwar, nachdem er seinen Unterricht vorbereitet hat? | |||||||||||||||||||||||||||
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Wir sind die einzige Interessenvertretung, die sich ausschließlich und konsequent für die Korrekturfachlehrer einsetzt | ||||||||||||||||||||||||||
Das erleben Sie in seinen Auswirkungen Tag für Tag am eigenen Leib: Unsere derzeitige Arbeitszeitregelung ist die ungerechteste in ganz Europa. Leider verteidigen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Philologenverband (PhV) diese Regelung bis heute mit Klauen und Zähnen. Sie verkehren dabei gewerkschaftliche Grundsätze wie Gleichbehandlung, Gerechtigkeit oder Solidarität in ihr Gegenteil. Warum tun GEW und PhV das? Weil sie mit dem Eintreten für eine gerechtere Arbeitszeitregelung einen Teil ihrer Mitglieder verprellen würden. Für eine Reform fehlt beiden Verbänden die inhaltliche und verbandspolitische Durchsetzungskraft gegenüber ihrer heterogenen Mitgliedschaft. Was tun wir? Wir treten für ein gerechtes, flächendeckendes Jahresarbeitszeitmodell ein, das die für alle Beamten in NRW gültige Jahresarbeitszeit von 1804 Jahresarbeitsstunden auch für Lehrer verbindlich macht: Die Lehrerarbeitszeit – für die es mit immer neuen Zusatzaufgaben anscheinend keine Obergrenze gibt – wird endlich begrenzt. Auf dem Weg dorthin halten wir das »Mindener Modell« für den zur Zeit nötigen Schritt.
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Der Korrekturfachlehrer – im Arbeitszimmer allein zu Haus | ||||||||||||||||||||||||||
Wieviel Lebenszeit wir als Vielkorrigiererinnen oder Vielkorrigierer in unserem häuslichen Arbeitszimmer verbringen, das möchten wir uns gar nicht immer so genau vergegenwärtigen. Es ist enorm viel Zeit, das ist sicher. Um so bitterer ist es, dass wir unsere Arbeitszimmer seit dem 1. Januar 2007 steuerlich nicht mehr als Teil der Werbungskosten geltend machen dürfen. Einen sinnvoll ausgestatteten und immer verfügbaren Ersatz-Arbeitsplatz können die Schulträger nicht bieten: Sie setzen – ebenso wie der Gesetzgeber – stillschweigend darauf, dass gerade die Vielkorrigierer ihren häuslichen Büro-Arbeitsplatz weiterhin bereit halten, auch wenn sie ihn nunmehr ganz und gar selbst bezahlen müssen. Man darf gespannt sein, ob die Nichtabsetzbarkeit der Lehrer-Arbeitszimmer vor den Gerichten Bestand haben wird. Sollte die einschlägige Rechtsvorschrift kassiert werden, werden wir Lehrer rückwirkend zum 1. Januar 2007 unsere Arbeitszimmer wieder absetzen können – aber nur dann, wenn wir ihre Absetzbarkeit in der Einkommensteuererklärung 2007 ff. verlangt haben. Eine Voraussetzung dafür ist die Bestätigung des Schulträgers, dass er einen Ersatz-Büroarbeitsplatz nicht zur Verfügung stellen kann. Um eine solche Bestätigung zu erhalten, sollten Sie baldmöglichst ein entsprechendes Schreiben an das Schulverwaltungsamt Ihres Dienstortes senden. Ein Musterschreiben finden Sie (im *.doc-Format, im *.rtf-Format oder als *.pdf-Dokument) hier. | |||||||||||||||||||||||||||
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Gibt es eine alternative Wahrheit – oder ist das bloß die Alternativen-Wahrheit? | ||||||||||||||||||||||||||
| Keine Angst vor Sophistereien,
liebe Kolleginnen und Kollegen: In der Frage, wer die Interessen der Vielkorrigierer
vertritt, gibt es nur eine Wahrheit. Eine Wahrheit zudem, deren Gehalt dokumentarisch
leicht überprüfbar ist. Im Frühjahr 2008 stehen in NRW wieder Personalratswahlen an. Zeitig begibt sich die VLG – die Alternative auf Wählerfang. Jedermann weiß, im Wahlkampf nehmen manche es mit der Wahrheit nicht so genau. Da stapeln manche auch mal ein wenig hoch. Wie sonst soll man ein von der VLG im Bezirk Düsseldorf verbreitetes Flugblatt einordnen? Unter der Überschrift »Seit 15 Jahren Vorkämpferin für Korrekturentlastung« soll den viel korrigierenden Kolleginnen und Kollegen suggeriert werden, dass niemand mehr für sie tue als die VLG. Ein kurzer Blick auf die Website der Alternativen sorgt jedoch rasch für Ernüchterung: Dort liest man nur »Words, words, words« (Hamlet, II.2). Das ist Pech für die Alternativen, denn »words are not deeds.« Lesen Sie weiter, wie unser Vereinsvorsitzender Reinhard Heider in Begleitung Shakespeares den Weg von der alternativen Wählerverdummung zur Erkenntnis aufzeigt. | |||||||||||||||||||||||||||
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Ein bisschen Lob zum Schuljahresbeginn 2007/08 … | ||||||||||||||||||||||||||
| … tut gut: Wir freuen uns über die Rückmeldung aus Bayern –
– und wünschen den Kolleginnen und Kollegen dort viel Erfolg in Ihrem Kampf für eine gerechte Arbeitszeitregelung! | |||||||||||||||||||||||||||
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»Mindener Modell«: Lassen Sie sich von Polemik und Desinformation nicht verunsichern! | ||||||||||||||||||||||||||
| Die Vereinsvorsitzenden Herr Reinhard Heider und Frau Maria Sangmeister erklären in ihrem Schreiben vom 17. Juni 2007 an die Mitglieder die Handhabung des »Mindener Modells«: Seit einigen Tagen können Sie im WWW berechnen, wie viele Unterrichtsstunden Sie bei welcher Fächerkombination nach dem »Mindener Modell« geben müssen. Um Ihnen die Berechnungen zu erleichtern, möchten wir Ihnen die Grundzüge des Mindener Jahresarbeitszeitmodells in einigen Sätzen plausibel machen. Lassen Sie sich von der Polemik und Desinformation seitens GEW und PhV nicht verunsichern! Lesen Sie hier den vollständigen Brief! | |||||||||||||||||||||||||||
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Oberstudiendirektoren prangern Überlastung der Korrekturfachlehrer an | ||||||||||||||||||||||||||
| Soeben erhalten wir Kenntnis von einem Brandbrief an Schulministerin Sommer, in dem mit Datum vom 1. Juni 2007 vierzehn Schulleiter von Gymnasien des Kreises Recklinghausen die Überlastung ihrer Korrekturfachlehrer beklagen:
Lesen Sie den kompletten Brandbrief im Faksimile. | |||||||||||||||||||||||||||
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Mehr als 50 Stunden pro Woche… | ||||||||||||||||||||||||||
| …arbeiten auch Sie als Vielkorrigiererin oder Vielkorrigierer. Was Sie sonst noch mit 80 % der deutschen Top-Manager verbindet oder von ihnen unterscheidet – lesen Sie es selbst! | |||||||||||||||||||||||||||
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Wenn das »Mindener Modell« morgen in Kraft träte… | ||||||||||||||||||||||||||
| … wie hoch wäre dann meine wöchentliche Unterrichtsbelastung?
Am Gymnasium Nepomucenum in Rietberg hat man ein Rechenblatt gebaut,
das diese Frage beantwortet. Alles, was Sie tun müssen, ist, Ihre
individuellen Stundenplandaten einzugeben. | |||||||||||||||||||||||||||
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Tut sich da was? | ||||||||||||||||||||||||||
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Schultz hat sich für seinen Artikel weit umgeschaut: Uwe Schaarschmidts Buch Halbtagsjobber? (Beltz Wissenschaft, 2004 u.ö.) wird erwähnt, desgleichen die Anschluss-Studie Gerüstet für den Schulalltag (Beltz, Juni 2007), die die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Lehrer auf 52,9 Stunden beziffere. Der Wert bestätige im Wesentlichen das Ergebnis einer fünf Jahre alten Freiburger medizinischen Untersuchung an 950 Lehrern, die auf 51 Stunden kam. Schultz erinnert an die seit 1999 aus der Untersuchung von Mummert und Partner bekannte groteske Arbeitszeitdiskrepanz unter den Lehrern: Manche müssen 3500 Jahresarbeitszeitstunden leisten, andere arbeiten fürs gleiche Geld und die gleiche Rente weniger als 1000 Stunden im Jahr – ein ganzes Berufsleben lang. Dass die Lehrer, die eher 3500 als 1000 Stunden pro Jahr für den Beruf aufbringen müssen, sich ihre Ausbeutung nicht länger gefallen lassen und sich jenseits der großen Berufsverbände organisieren, spricht Schultz in einem Absatz aus, der sich mit den Zielen unserer Korrekturfachlehrervereinigung auseinandersetzt. Wie ist Abhilfe zu schaffen? Von den beiden großen Lehrerverbänden hätten die Vielkorrigierer in NRW nichts zu erhoffen, so Schultz: Die beiden Großen wollten nichts wissen von einer Gewichtung der Unterrichtsverpflichtung nach Unterrichtsfach und -einsatz wie in Hamburg oder im »Mindener Modell«. Bei der Landtagsanhörung am 6. Juni in Düsseldorf hätten sie darauf »gereizt« reagiert und nur pauschale Arbeitszeitverkürzungen gefordert. Lesen Sie mehr hier. | |||||||||||||||||||||||||||
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Anhörung im Landtag am 6. Juni 2007: Vereinigung der Korrekturfachlehrer spricht mit Abgeordneten | ||||||||||||||||||||||||||
| Bei der öffentlichen Anhörung über die Neuregelung der Lehrerarbeitszeit sprach am Mittwoch, dem 6. Juni 2007, im Düsseldorfer Landtag unser langjähriges Mitglied Herr Willy Knaup (Greven) als Vertreter unserer Vereinigung. Begleitet und unterstützt wurde er von unserer stellvertretenden Vorsitzenden Frau Maria Sangmeister (unser Vorsitzender Herr Reinhard Heider war wegen eines langfristig geplanten schulischen Termins verhindert), von Herrn Heiner Hülsmann (Duisburg) und Frau Mechthild Schulte (Aachen). Herrn Knaups Auftritt im Plenarsaal des Landtags vor den Abgeordneten des Ausschusses für Schule und Weiterbildung, vor etlichen Experten (darunter auch Prof. Klaus Klemm, der für zwei Verwaltungsgerichtsprozesse unserer Vereinigung individuelle Arbeitszeitgutachten verfasste) und vor den Zuschauern war nach Aussagen Anwesender insofern besonders beeindruckend, als Herr Knaup extemporieren musste, da für ihn – wie für die die anderen Sachverständigen – die vorab besprochenen Modalitäten (5-minütiges Statement durch jeden Experten) kurzfristig geändert worden waren und Herrn Knaups Stellungnahme dennoch sachlich exzellent und rhetorisch überzeugend ausfiel. | |||||||||||||||||||||||||||
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Wo steht unsere »Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V.« in der gegenwärtigen Auseinandersetzung um gerechtere Lehrerarbeitszeit? | ||||||||||||||||||||||||||
»Die
Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen in NRW gäbe es nicht, wenn
das Schulministerium, die GEW und der Philologenverband sich in den letzten
fünfzehn Jahren aufrichtig um eine gerechte Behandlung der Korrekturfachlehrerinnen
und -lehrer bemüht hätten.« So lapidar beginnt die offizielle Äußerung unseres Verbandes zum Problem der Lehrerarbeitszeit. Zur Vorbereitung der Anhörung im Düsseldorfer Landtag am 6. Juni 2007 hatten die Abgeordneten von den eingeladenen Verbänden Stellungnahmen angefordert. Ebenso direkt und ungeschminkt, wie unsere Stellungnahme beginnt, setzt sie sich mit der anachronistischen Deputatsregelung sowie den hinhaltenden und illusorischen Positionen unserer Konkurrenzverbände auseinander und legt unsere differenzierte Haltung zum »Mindener Modell« dar. Dabei werden Antworten auf diese zehn Fragen gegeben:
Lesen Sie die Antworten auf diese Fragen in der offiziellen Stellungnahme unserer »Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V.« für das Landtags-Hearing am 6. Juni 2007. | |||||||||||||||||||||||||||
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Neuregelung der Lehrerarbeitszeit: Anhörung im Landtag am 6. Juni 2007 – machen Sie mit! | ||||||||||||||||||||||||||
| Herr Reinhard Heider, Vorsitzender der »Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V.«, teilt mit: Am Mittwoch, dem 6. Juni 2007, ab 14.00 Uhr findet im Düsseldorfer Landtag eine öffentliche Anhörung zur Neuregelung der Lehrerarbeitszeit statt, bei der, zum ersten Mal seit Bestehen unserer Vereinigung, deren Vorstand die Gelegenheit bekommt, unseren Standpunkt zur Notwendigkeit und den Modalitäten einer Lehrerarbeitszeitreform vorzutragen. Neben zwei Vertretern unseres Verbandes sind weitere 15 Sachverständige aus Wissenschaft, Schulen und Verbänden (Philologenverband, GEW und VBE) aufgefordert, ihre Statements abzugeben und sich an der Diskussion mit den Abgeordneten des Schulausschusses zu beteiligen. Wir würden uns freuen, wenn Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, uns – so rasch wie möglich – Ihre Erfahrungen, Fakten, Argumente, Hinweise zu den gegenwärtigen Missständen und Ihre Erwartungen hinsichtlich einer Neuregelung der Lehrerarbeitszeit per E-Mail zukommen ließen, damit wir diese in unserem Statement und in der Diskussion im Landtag berücksichtigen können. Lesen Sie Herrn Heiders vollständigen Brief hier! | |||||||||||||||||||||||||||
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Eine verpasste Chance | ||||||||||||||||||||||||||
| Unser Vereinsvorsitzender Reinhard Heider war in Essen beim Symposium »Individuelle Förderung« Nachfragen waren während der Frontal-Vorträge beim Symposium »Individuelle Förderung« am 3. Februar 2007 in Essen nicht erlaubt. Schade: Zu gern hätte man als Besucher zum Beispiel Herrn Rainer Domisch vom Zentralamt für Unterrichtswesen in Helsinki in aller Öffentlichkeit gefragt, ob die individuelle Förderung in Finnland mit einer differenzierten Lehrerarbeitszeitregelung einhergeht. Schließlich hatte NRW-Ministerpräsident Rüttgers ja verkündet : »Individuelle Förderung benötigt Zeit.« Wer sich mit dem finnischen Schulsystem schon durch eigene Nachforschungen vertraut gemacht hatte, erhielt von Herrn Domisch dann in der Mittagspause in einem persönlichen Gespräch folgende Informationen bestätigt: In finnischen Gesamtschulen
So unterrichten Lehrer mit dem Fach
Das heißt, in Finnland wird der in den schriftlichen Fächern anfallende enorme Korrekturaufwand als Arbeitszeit bewertet und honoriert, während dies hierzulande immer noch nicht der Fall ist, von den großen Lehrerverbänden leider sogar immer noch abgelehnt wird. In Finnland gibt es offensichtlich auch für Lehrer, die Kernfächer unterrichten, Arbeitsbedingungen, die es ihnen zeitlich erlauben, ihren Unterricht so vor- und nachzubereiten, dass eine individuelle Förderung der Schüler überhaupt erst möglich wird. Lesen Sie weiter! | |||||||||||||||||||||||||||
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Und lesen Sie mal weiter!
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