facebook-logo_kleinDie Vereinigung der Korrekturfachlehrer:
Aktuelles
 


Mitgliederversammlung 2012 wählt neuen Vorstand



Aufgrund eines vereinsrechtlichen Formfehlers bestand die Notwendigkeit, den Vorstand der Vereinigung der Korrekturfachlehrer neu zu wählen. Dies geschah am 11. Februar 2012:



Bild Vorstand 2012


  • Als Vorsitzender wurde Herr Michael Schwarzwald, Beverungen, gewählt (hinten, links).

  • Seine Stellvertreterin ist Frau Dr. Maria Pohl (vorn, links).

  • Herr Heiner Hülsmann, Duisburg (hinten, rechts), ist weiterhin Kassenführer.

  • Schriftführerin ist Frau Cordula Rohlmann-Reineke, Issum (vorn, rechts).


 Das ausführliche Protokoll der Versammlung wird demnächst in unserer Facebook-Gruppe veröffentlicht.

 

12.02.2012




Wie kann die Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern fair erfasst werden? Wie können unterschiedliche Belastungen ausgeglichen werden?



Das wollte sich Ingrid Pieper-von Heiden, NRW-Landtagsabgeordnete der FDP und Sprecherin des Ausschusses für Schule und Weiterbildung, mit Blick auf aktuelle Arbeitszeitmodelle von Experten aus Wissenschaft und Verbänden sagen lassen.

Dazu lud sie die bildungspolitischen Sprecher aller im Landtag vertretenen Parteien sowie Fachleute aus Wissenschaft und Schulpraxis für den 18. Januar 2012 in den Düsseldorfer Landtag ein.  Gekommen waren von den Verbänden VBE, GEW und unsere Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen. (Vertreter des Philologenverbandes waren nicht anwesend. Wie Herr Kelm von der FDP mitteilte, waren nur diejenigen Lehrerverbände eingeladen worden, die sich mit Fragen eines Arbeitszeitmodells beschäftigt hätten.)
Aus der Wissenschaft erschien Prof. Uwe Schaarschmidt, der das QuAGiS-Modell erläuterte. Vom Mindener Freiherr-vom Stein-Berufskolleg gab es Informationen über das seit Jahren erfolgreich verwendete "Mindener Modell".
Für die Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen waren unsere beiden Vorstands- bzw. Personalratsmitglieder Dr. Maria Pohl (Münster) und Mechthild Schulte (Aachen) dabei. Sie ergriffen die Gelegenheit, die Abgeordneten über unsere Position zur zeitlichen Dimensionierung der Lehrerarbeitszeit, das heißt, unsere Forderung nach einem Arbeitszeitmodell mit realistischen Entlastungsfaktoren, zu informieren (Näheres siehe hier).

Das Treffen im Düsseldorfer Landtag war die Fortsetzung eines Gesprächs im Juli 2011, bei dem es in fast gleicher personeller Besetzung ebenfalls um das Problem Lehrerarbeitszeit ging und bei dem unsere Vereinigung ebenfalls die Interessen der Vielkorrigierer vertrat, dieses Mal durch die Vorstandsmitglieder Reinhard Heider (Detmold) und Willy Knaup (Greven).



04.02.2012




Zwischen den Jahren


Im soeben abgelaufenen Jahr mussten wir Vielkorrigierer erleben, dass unser Anliegen einer gerechten Ausgestaltung der Lehrerarbeitszeit auf der Agenda rot-grüner Schulpolitik um keinen Zentimeter nach vorn gerückt ist. Sekundarschule, parteiübergreifender Schulfriede, Inklusion und die Reparaturen am G8 waren für Rot-Grün wichtiger als die groteske Überbelastung der Lehrer von Korrekturfächern, deren alljährliche Arbeitszeit allein am Gymnasium um 300 Stunden (oder 16 %) über der durchschnittlichen Arbeitsleistung aller Gymnasiallehrer liegt (vgl. landeseigene Lehrerarbeitszeitstudie von Mummert + Partner, 1999). Gleichzeitig forderten die großen Lehrerverbände – so vergeblich wie in den vergangenen 25 Jahren auch – die »Aufstockung der Entlastungsstundentöpfe«. Jedermann weiß, dass Schulpolitiker mit Sachverstand dafür kein Steuergeld mehr ausgegeben werden, denn das würde das schleichende Dahinsiechen der 150 Jahre alten Wochenstundendeputatsregelung ja nur verlängern – und mit ihr die darin eingebauten Ungerechtigkeiten der Arbeitsverteilung unter den Lehrern.

Die Deputatsregelung gehört abgeschafft und ersetzt durch ein zeitgemäßes Verfahren der Erfassung und Abrechnung tatsächlich geleisteter Arbeit, das den fach-, stufen- und lerngruppenspezifisch unterschiedlichen Belastungen der einzelnen Lehrpersonen gerecht wird. Aber: Die Lehrerarbeitszeit gehört zusammen mit der Schulformproblematik zu den scheinbar unlösbaren Strukturproblemen des Bildungswesens. Von der rot-grünen NRW-Minderheitsregierung darf man da nichts erwarten. Von den großen Lehrerverbänden schon, aber sie haben Angst vor ihrer eigenen Mitgliedschaft: Da gibt es Besitzstände zu verteidigen, gerade wenn man zu jenem Drittel Lehrpersonen gehört, das – etwa am Gymnasium – bis zu 300 Stunden weniger Arbeit leistet als der Durchschnitt der Lehrer (vgl. landeseigene Lehrerarbeitszeitstudie von Mummert + Partner, 1999). Auch sie sind Beitragszahler, man darf sie nicht verärgern, sondern gaukelt ihnen lieber vor, dass ihre berufslebenslangen Arbeitszeitprivilegien dann nicht mehr zum Himmel stinken, wenn endlich »die Entlastungsstundentöpfe aufgestockt« sind. Aber mit Methoden aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ist das Strukturproblem »Lehrerarbeitszeit« im 21. Jahrhundert nicht zu lösen.

Gut, dass es die VEREINIGUNG DER KORREKTURFACHLEHRERinnen gibt, die diesen Sachverhalt immer wieder thematisiert.



01.02.2012




Personalversammlung des Arnsberger Bezirks
 

Am Donnerstag, dem 24. November, fand im Gymnasium Iserlohn-Letmathe die diesjährige Personalversammlung des Arnsberger Schulaufsichtsbezirks statt. Es waren alle 25 Arnsberger Personalratsmitglieder anwesend, dazu zwei Dezernenten und eine Reihe Verbandsvertreter.

Von den Lehrpersonen, die an den über 100 Gymnasien im Arnsberger Bezirk unterrichten, waren anderthalb Dutzend gekommen, darunter auch ein paar Mitglieder der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen.

Mehr erfahren Sie in unserem Diskussionsforum bei FACEBOOK.


 

29.11.2011


 

Abschied aus dem Lehrerberuf


  Eines unserer Mitglieder, ein Gymnasiallehrer für Englisch, Deutsch und Italienisch aus dem Düsseldorfer Schulaufsichtsbezirk, schrieb uns im Zusammenhang seines Eintritts in den Vorruhestand eine freundliche E-Mail. Auf unsere Rückfrage hin hat uns das Mitglied erlaubt, die Mail hier wiederzugeben. Das tun wir auch – und zwar unkommentiert, denn die E-Mail spricht für sich selbst.
 

Ihrem Verein habe ich in den letzten Jahren gern angehört und für ihn geworben; Sie haben mehr für unsere Gruppe getrommelt und erreicht als der PhV während meiner gesamten ca. 38 Dienstjahre.

Garantiert werde ich nie wieder in einem Hotelzimmerchen am Lago Trasimeno oder sonst wo korrigieren müssen, während sich meine (Leid geprüfte) Frau alleine die Zeit vertreiben muss; auf einmal habe ich echte und komplette Wochenenden, über die ich mit meiner Familie frei verfügen kann; und ein paar Tage vor Weihnachten werden wir mal irgendwo über einen Weihnachtsmarkt schlendern – das sind nie dagewesene Genüsse und Freiheiten, wie sie korrekturfreie Kollegen seit Jahrzehnten als Selbstverständlichkeit in Anspruch nehmen konnten, während unsere Spezies, am Schreibtisch sitzend, allenfalls ab und zu durchs Fenster nach draußen schauen konnte, und selbst das mit schlechtem Gewissen…

Allein um dieser Fron zu entkommen, habe ich unter nicht unerheblichen finanziellen Einbußen mein Vorruhestandsmodell in Anspruch genommen; wäre es nur ums Unterrichten gegangen, hätte ich gern noch bis 65 weiter gearbeitet.


 

24.10.2011


 

Korrekturfachlehrer veröffentlichen Rechenschaftsbericht 2011


 

Der in der Mitgliederversammlung vom 17. September 2011 vom Vorstand vorgelegte Rechenschaftsbericht blickt im Wesentlichen zurück auf die politische Diskussion um die Lehrerarbeitszeit in den Jahren seit 2009 und auf die von der Vereinigung erzielten Fortschritte. Er zeigt auf, was verbandspolitisch in der Zukunft eine Rolle spielen wird, und nennt hier vor allem die laufenden Musterprozesse.

Lesen Sie den Rechenschaftsbericht 2011 in voller Länge.


 
 

25.09.2011


Neue Musterprozesse zur Lehrerarbeitszeit


 

Auf der politischen Ebene bewegt sich zur Zeit wenig in Sachen Lehrerarbeitszeit. Im Koalitionsvertrag von 2010 kündigten die neuen Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen zwar Reformanstrengungen auf diesem Gebiet an. Die grüne Schulministerin hat sich seit ihrer Amtsübernahme aber vorrangig mit dem Knirschen im G8-Gebälk beschäftigt (zur Zeit werden im G8 die Hausaufgaben geopfert), dann mit der Gemeinschaftsschule und zuletzt mit dem parteiübergreifenden Schulkonsens zur neuen Schulform »Sekundarschule«. Für die Reform der Lehrerarbeitszeit bleibt da nicht viel Gestaltungskraft übrig, zumal die Landesregierung sich ja sicher sein kann, dass sie mit dem 150 Jahre alten Deputatsmodell all das an außerunterrichtlicher Mehrarbeit in die Schulen drücken kann, was sie braucht: Das Deputatsmodell reduziert die Lehrerarbeit auch im Jahr 2011 ausschließlich auf die Unterrichtsstunden im Klassenraum – und die großen Lehrerverbände schauen dabei zu.

Was tun? Die Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen beschreitet erneut den Klageweg, um über Musterprozesse den Spielraum des MSW und der Landesregierung bei der Ausbeutung insbesondere der Vielkorrigierer einzuengen.

Drei Mitglieder der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen haben sich für die Musterprozesse als Prozessführer zur Verfügung gestellt: eine angestellte Lehrerin sowie zwei beamtete Kollegen. Rechtsanwalt Janbernd Wolfering aus der Kanzlei Dr. Petermann–Wolfering–Schäfer, Düsseldorf, hat ihre Vertretung übernommen. Die drei Verfahren gelangen voraussichtlich im Herbst dieses Jahres vor das Arbeitsgericht und die Verwaltungsgerichte.

Wollen Sie unsere Musterprozesse unterstützen? Treten Sie unserer Vereinigung bei. Oder spenden Sie für die Prozesse. Engagieren Sie sich bei uns.


 

20.09.2011




Mitgliederversammlung 2011 verabschiedet zwei Vorstandsmitglieder


 

Frau Dr. Maria Pohl sprach den beiden ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, Herrn Reinhard Heider, Detmold (vorn), als dem Vorsitzenden und Herrn Willy Knaup, Greven (vorn), als Schriftführer, den großen Dank der Mitglieder für die über viele Jahre geleistete Arbeit aus.

Herr Heider war seit 2005 Vorsitzender der Vereinigung, Herr Knaup formulierte die wesentlichen verbandspolitischen Positionen der Vereinigung als Schriftführer seit 2007.

 


  Das ausführliche Protokoll der Versammlung geht den Mitgliedern demnächst zu.
 

17.09.2011




Drei neue Personalratsmitglieder


 
Die rot-grüne Landesregierung novellierte kürzlich das Landespersonalvertretungsgesetz. Seitdem gilt ein anderer Sitzverteilungsschlüssel in den Personalräten des Landes. Für die Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen bedeutet das einen Sitzzuwachs in den Personalräten Arnsberg, Detmold und Düsseldorf:
  • In den Personalrat Arnsberg ist nun zusätzlich Herr Martin Hoffmann, Gymnasium Antonianum, 59590 Geseke, aufgerückt.
  • Der Personalrat Detmold wird ab sofort durch Herrn Reinhard Heider, den Vorsitzenden der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen, verstärkt.
  • Im Personalrat Düsseldorf vertritt nun auch Frau Cordula Rohlmann-Reineke vom Lise-Meitner-Gymnasium, 47608 Geldern, die Interessen nicht nur der Vielkorrigierer.

Die Kontaktdaten finden Sie in unserer Übersicht.

 


  Damit ändert sich auch die Sitzverteilung in den drei Personalräten (in Klammern die Zahlen für 2008-2011):
 
 

Personalrat Gymnasium
Arnsberg

Personalrat Gymnasium
Detmold
Personalrat Gymnasium
Düsseldorf
PhV
14 (9)
10 (8)
14 (8)
GEW
7 (5)
7 (6)
7 (5)
VdKorr
2 (1)
2 (1)
2 (1)
Alternative
0 (0)
0 (0)
1 (1)
SchALL
0 (0)
0 (0)
1 (0)

   
 

09.09.2011




Einladung zur Mitgliederversammlung


  Der Vorstand der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen lädt die Mitglieder ein zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung
  • am Samstag, dem 17. September 2011, Beginn 11 Uhr
  • in der Dortmunder Stadtbibliothek, Studio B, Königswall 18, 44137 Dortmund.

Sie sind Mitglied und haben keine Einladung erhalten? Bitte wenden Sie sich an den Vorstand – entweder per E-Mail oder per Post.


 

02.08.2011




38 ausgearbeitete Kursarbeiten in unserem Klausurenpool


  Der letzte Klausurdurchgang des Schuljahres 2010/11 läuft. Für unseren Klausurenpool bedeutet das: Kolleginnen und Kollegen senden neue, soeben gestellte und korrigierte Kursarbeiten ein.

Alle Kursarbeiten sind kriterial aufgebaut.

Sie können dem Pool auch als Nichtmitglied Klausuren hinzufügen und entnehmen.

Klausurenpool Deutsch Oktober 2010

 


Ein Gespräch mit Frau Böth von der Landtagsfraktion der Partei »Die Linke«


  Vorstandsmitglied Willy Knaup hatte sich für unsere Vereinigung um einen Gesprächstermin mit Frau Böth bemüht, weil sie in der Landtagsdebatte zur »gerechten und flexiblen Lehrerarbeitszeit« durch kritische Äußerungen zur Arbeitsbelastung von Lehrern und Lehrerinnen und durch Einwände gegenüber dem Bandbreitenmodell und dem Mindener Arbeitszeitmodell auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Am Donnerstag, dem 7. April, fand das Gespräch in Düsseldorf statt. Außer Herrn Knaup waren auch Frau Mechthild Schulte, Personalratsmitglied in Köln, und Vorstandsmitglied Heiner Hülsmann dabei. Lesen Sie in unserem Diskussionsforum bei FACEBOOK, was dabei herauskam.

Sie sind Mitglied in unserer Vereinigung, aber noch nicht Mitglied im Diskussionsforum? Klicken Sie auf das blau grundierte »f« oben rechts, um nachzulesen, wie Sie Zugang erlangen.


 

14.04.2011




Beisitzer des Vorstands nehmen ihre Arbeit auf


 

Der Vorstand der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen kooptierte am 24. Dezember 2010

  • Frau Sabine Schmidt, Köln
  • Frau Gabriele Nickler, Nottuln
  • Frau Caren Scheffler, Düsseldorf
  • Herrn Dr. Hans-Martin Chée, Detmold
  • Herrn Ricardo Jud, Düsseldorf
  • Herrn Ferdinand Heimel, Wilnsdorf
  • Frau Cordula Rohlmann-Reineke, Issum

als Beisitzerinnen und Beisitzer. Weitere Kooptionen stehen noch bevor.

Mit der Kooption der Beisitzerinnen und Beisitzer setzt der Vorstand der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen einen Beschluss der letzten Mitgliederversammlung um. Nähere Informationen erhalten unsere Mitglieder demnächst persönlich nach unserer ersten Beisitzer-Konferenz.


 


Schulausschuss des Landtags beriet über das »NRW-Jahresarbeitszeitmodell«


 

Der Schulausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags beriet am 24. November in öffentlicher Sitzung über den Antrag »Gerechtere und flexiblere Lehrerarbeitszeit für die weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen umsetzen – Jahresarbeitszeitmodell flächendeckend einführen«. Der Antrag war in der Landtags-Plenarsitzung am 10. November eingebracht und an den Ausschuss überwiesen worden.

Inzwischen liegt auch das schriftliche Protokoll der Landtagsdebatte vor, die durch den Antrag ausgelöst worden war. Bitte laden Sie es hier herunter und verfolgen Sie den spannenden und aufschlussreichen Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition zu diesem für uns Korrekturfachlehrer zentralen Thema!

Vielleicht kann diese kleine Kostprobe Sie dazu motivieren:

Rüdiger Weiß (SPD):

[…]

Es gibt Stressfaktoren der unterschiedlichsten Art, die sich deutlich und erheblich vom Unterricht in einem Klassenzimmer unterscheiden und in anderen Fächern in dieser Intensität gar nicht virulent sind.

Nehmen wir ein anderes Fach […]: Die Lehrerin, der Lehrer, die zum 15. Mal Effi Briest lesen und analysieren lassen, die in ihrem Fundus zu Hause geschätzte 3 m Regalwand an Interpretationen und Analysen haben,

(Zurufe von der CDU: Oh!)

die Schubladen voll ausgearbeiteter Unterrichtsbausteine ihr Eigen nennen und voll durchgeplante Unterrichtsstunden aus dem Köcher ziehen, sollen also genauso bewertet werden wie die ambitionierte Junglehrerin, die sich den Roman eines weitgehend unbekannten Schriftstellers aussucht, ohne Reclam-Hilfen in den Mittelpunkt zu stellen? Die Liste der Beispiele – ich könnte andere Fächer nennen – ließe sich beliebig fortführen.

(Quelle: Plenar-Protokoll des Landtages NRW vom 10.11.2010, Seite 986 [linke Spalte, unten]).

Irgend jemand müsste dem Herrn Abg. Rüdiger Weiß mal erklären, wie die Gymnasiale Oberstufe in den Zeiten des Zentralabiturs funktioniert. Er steckt da noch voll in den »Goldenen Achtzigern« und ist außerdem Schulleiter einer Hauptschule in Bergkamen-Oberaden:

Geboren am 29. November 1960 in Oberaden; verheiratet, ein Kind.

Abitur 1980. Studium der Fächer Deutsch und Sport im Bereich Sekundarstufe I und II, Tätigkeit als Lehrer, seit 2005 Schulleiter einer Hauptschule in Bergkamen.

Mitglied der SPD seit 1983. Vorsitzender des Juso-Stadtverbandes Bergkamen 1985 bis 1990, seit 1992 Ortsvereinsvorsitzender der SPD in Oberaden. Mitglied des Rates der Stadt Bergkamen seit 1989, dort Vorsitzender des Umweltausschusses 1994 bis 1999 und des Ausschusses für Strukturwandel, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung von 1999 bis 2004, seit 2004 Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Sport und Weiterbildung. Stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion Bergkamen. Mitglied des Kreistages Unna seit 2009.

Abgeordneter des Landtags Nordrhein-Westfalen seit 9. Juni 2010.

(Quelle: Website des Landtages NRW)


 

03.12.2010




Lehrerarbeitszeit wird im NRW-Landtag debattiert


 
Logo Landtag NRW

»Gerechtere und flexiblere Lehrerarbeitszeit für die weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen umsetzen – Jahresarbeitszeitmodell flächendeckend einführen«: So hieß der Antrag, der in der 13. Sitzung des NRW-Landtages am Mittwoch, dem 10. November, eingebracht und debattiert wurde.

Der Tagesordnungspunkt wurde pünktlich ab 17.05 Uhr verhandelt. Man kann die dazu gehaltenen Reden sich auch danach noch im »Landtags-Fernsehen« anschauen und -hören.

Sie sind Mitglied bei uns? Diskutieren Sie mit über diesen Teil der Landtagsdebatte in unserem geschlossenen Mitgliederforum.

Den Antrag, um den es ging, können Sie aus der Landtags-Website herunterladen.


 

10.11.2010




Von selbst kommt gar nichts


 

Die seit der Landtagswahl im Mai bestehende politische Konstellation in NRW mit der Minderheitsregierung aus SPD und den Grünen lässt eine baldige Neuregelung der Lehrerarbeitszeit nach dem von unserem Verband favorisierten NRW-Jahresarbeitszeitmodell in weitere Ferne rücken als zuvor.

Was können wir Vielkorrigierer in dieser Lage konkret tun, um unsere Lage dennoch zu verbessern?

Es gibt Interimslösungen, die den Systemwechsel mit dem »NRW-Jahresarbeitszeitmodell« umgehen, die auch nicht zu der von uns geforderten umfassenden Berücksichtigung der vielfältigen Korrekturfachlehrer-Arbeit als zeitaufwändige Berufsarbeit führen, die aber das in vielen Kollegien keineswegs geleugnete Problem der Überbelastung von Kernfach-Lehrpersonen pragmatisch zu lindern versuchen.

An einer Schule im Münsterland praktizieren die Lehrerinnen und Lehrer seit einigen Jahren ein selbstentwickeltes und durch die Lehrerkonferenz beschlossenes Entlastungsstundenmodell, das sie »Progressionsmodell« nennen: Je mehr Korrekturen eine Lehrperson hat, umso relativ stärker wird sie – wirksam, weil in nennenswertem Stundenumfang – entlastet. Das verhindert zwar nicht die sechs Voll-Korrekturen, mit denen man zu jenen Gymnasiallehrern gehört, die jahrein, jahraus 2200 und mehr Stunden Arbeitsleistung erbringen und damit etwa 300 Stunden über dem Durchschnitt aller Gymnasiallehrer liegen (Mummert+Partner, 1999). Es verhindert aber – das Einverständnis einer Mehrheit in der Lehrerkonferenz vorausgesetzt – die berüchtigte siebente und achte Voll-Korrektur.

In unserem FACEBOOK-Diskussionsforum erklärt unser Mitglied Frau Gabriele Nickler, Nottuln, wie das Modell funktioniert. Lesen Sie dort mehr!


 

06.11.2010




Ein erstes Treffen mit der neuen Schulministerin Löhrmann


 

Am 6. Oktober 2010 waren unser Vorsitzender Reinhard Heider (Steinheim), Vorstandsmitglied Willy Knaup (Greven) sowie das Mitglied Artur Weinhold (Lünen) auf Einladung der Ministerin Löhrmann im Düsseldorfer Ministerium für Schule und Weiterbildung zu einem ersten Gespräch.

Auf Seiten des Ministeriums nahmen außer Frau Löhrmann ihre Persönliche Referentin und Büroleiterin Hildegard Banneyer, ihr Staatssekretär Ludwig Hecke und der Ministerialrat Hartmut Pietsch (Leiter des Referats 225 – Schulfinanzierung, Lernmittelfreiheit, Lehrerarbeitszeit, Schülerfahrkosten, Ausbildungsförderung) teil.

Ministerin Löhrmann erklärte, sie wolle zunächst einige der schulpolitischen Altlasten der Vorgängerregierung abarbeiten (darunter die Probleme mit der G8-Schulzeitverkürzung), um sich im kommenden Jahr den weiteren Aufgaben zuzuwenden, die im Koalitionsvertrag der Landes-SPD mit den Landes-Grünen im Kapitel II »Bildung« beschrieben seien. Unter diesen Aufgaben befinde sich auch die Neuregelung der Lehrerarbeitszeit (siehe Koalitionsvertrag, Zeilen 528-537).

Allen Forderungen nach einer sofort spürbaren Ad-hoc-Entlastung der Vielkorrigierer – insbesondere bei der Anzahl der Klassen- und Kursarbeiten– erteilte Frau Löhrmann eine Absage mit der Begründung, sie sei nicht gewillt, die Anforderungen am Gymnasium zu senken.

Das Gespräch, das in nüchterner Atmosphäre geführt wurde, endete nach gut 50 Minuten.

Eine ausführlichere Darstellung und Bewertung des Gesprächs finden unsere Mitglieder im FACEBOOK-Diskussionsforum.


 


Die Einführung eines Jahresarbeitszeitmodells…


 

… könnte in den Mangelfächern eine Entlastung bewirken, wenn auch nur vorübergehend – das meint zumindest zum »Tag der Arbeit« die Rheinische Post:

Rheinische Post vom 01.05.2010


 


Unterm Strich bleiben dem Land rund 600 Millionen Euro


 

Mehrarbeit der LehrerErwirtschaftet werden die rund 600 Millionen Euro unter anderem von den Vielkorrigierern am Gymnasium, die deutlich mehr als die 1900 Jahresarbeitsstunden leisten, die an dieser Schulform pro Jahr durchschnittlich gearbeitet werden: Die Vielkorrigierer gehören zu jenem Sechstel der Gymnasialllehrer, das pro Jahr zwischen 2209 und 3562 Stunden arbeitet.

Die Vielkorrigierer tun das jedes Jahr. Egal, ob sie in einem Jahr Lust auf eine AG haben oder nicht. Egal, ob sie sich für eine Beförderungsstelle profilieren wollen oder nicht. So geht das ein Berufsleben lang.

Eine Wahl haben die Vielkorrigierer dabei allerdings nicht. Denn ihre Mehrarbeitsleistung ist unter dem geltenden Wochenstunden-Deputatsmodell mit der Standard-Vergütung für die 25,5 Unterrichts-Wochenstunden der Gymnasiallehrer abgegolten.

Wer es nicht glaubt: Das alles steht im Lehrer-Jahresarbeitszeitgutachten des Landes NRW. Seine Kurzfassung kann man hier herunterladen.


 

21.04.2010




»Es ist […] höchste Zeit, das einheitliche Stundendeputat abzuschaffen und der einzelnen Schule den Freiraum zu geben, die Arbeitszeit selbstständig einzuteilen. Doch eine Umverteilung lehnen Lehrer-Gewerkschaften bislang ab, fürchten sie doch um einen Teil ihrer Klientel.«
 

Was sich anhört, als sei es – wieder einmal – erst in den letzten Monaten gesagt worden, stammt aus dem Jahr 2000. Die Bildungsjournalistin Jeanne Rubner schrieb es im November 2000 in der Süddeutschen Zeitung.

Und jetzt, knapp zehn Jahre später: Tut sich was in genau der Frage, von der das Ansehen der Lehrer in der Öffentlichkeit, die Attraktivität ihres Berufs bei Studienanfängern und die Arbeitsbedingungen jedes einzelnen Lehrers zentral abhängen?

cdu fdp spd gruene linke

Wo die großen Lehrerverbände seit mehr als zehn Jahren versagen, müsste die Politik vorangehen und führen – in einem Jahr mit Landtagswahlen sowieso.

Am 3. Februar schickte deshalb der Vorstand der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen an die Vorstände der für die Landtagswahl am 9. Mai kandidierenden Parteien einen Brief mit fünf Fragen und der Bitte um deren Beantwortung.

Lesen Sie, was die Parteien zu sagen haben.


 
30.03.2010



Jahresarbeitszeitmodell könnte Lehrermangel kurzfristig überbrücken


  Eine Dauerlösung kann es nicht sein, aber für eine gewissen Zeit könnte man in einigen Fächern den schlimmsten Lehrermangel beheben:
  Lehrer kl¸ger einsetzen
  Klicken Sie auf das Wort »Kommentar« am Ende des Berichts, um auch die Meinung des Westfalenblattes zu erfahren.
 

30.03.2010




Facharbeiten korrigieren


 

Jetzt ist die Saison der Facharbeitskorrekturen. Sie sind schon wieder dabei?

Machen Sie sich das Korrigieren und Bewerten etwas einfacher durch unser standardisiertes Bewertungsraster: Sie korrigieren die Facharbeit, dabei tippen Sie am Computer die relevanten Beurteilungsmerkmale dieser Facharbeit in das Raster ein. Zum Schluss das Ganze ausdrucken, datieren und paraphieren – fertig. Verwaltungsgerichtsfest ist es auch.

Näheres dazu in unserem mitglieder-öffentlichen FACEBOOK-Diskussionsforum!

Sie sind noch nicht Mitglied im Forum?


 


Der Korrekturfachlehrer-Leporello


 

didacta-FlyerKnapp anderthalbtausend Mal haben Aktivisten unserer Vereinigung ihn während der didacta 2010 in Köln (16.-20. März) verteilt oder ausgelegt.

Er ist so gestaltet, dass er auch noch nach der didacta verwendet werden kann.

Wenn Sie also jemandem kurz und bündig mitteilen wollen, was unsere Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen erreichen will, dann drucken Sie den Leporello aus.

Am besten auf Papier in jenem Goldgelb, das schon seit langem unsere Verbandsfarbe ist.

Hier können Sie den Leporello herunterladen.


 

21.03.2010




Der nächste Klausurdurchgang kommt


  Ðbersicht ¸ber vorhandene KlausurenBedienen Sie sich im Klausurenpool für Ihre nächsten Oberstufenklausuren.

Lesen Sie hier, wie Sie Klausuren einbringen und entnehmen können.

Hier finden Sie die aktuelle Übersicht über den Inhalt des Klausurenpools Deutsch und des Klausurenpools Englisch.

Mitglied in der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen brauchen Sie dafür nicht zu sein.


 


Jahresarbeitszeitmodell: Zunehmendes Presse-Echo


 
Logo der Neuen Westf”lischen Zeitung (Online)

10.02.2010, 19:21 Uhr

KOMMENTAR

Lehrerarbeitszeit-Modell mit Charme

BERNHARD HÄNEL Bielefeld (ots) - Mindest- und Anpassungsfaktor, Modulation und Systemzeiten: Nur wenige ausgewählte Begriffe aus dem Entwurf für das "Jahresarbeitszeitmodell NRW" zeigen, wie komplex der Versuch ist, Gerechtigkeit ins Lehrerzimmer zu bringen. Kein Wunder, dass seit ewig und drei Tagen sich verschiedene Schulministerinnen daran die Zähne ausbissen. Umso ehrenwerter ist der erneute Anlauf aus dem Hause Barbara Sommer zu bewerten. Schon Gabriele Behler hatte es versucht und scheiterte. Die Lehrerverbände fürchten die Neiddebatten in den Lehrerzimmern, den offenen Ausbruch seit Jahrzehnten latent vorhandener, aber um des lieben Friedens stets unter den Teppich gekehrter Konflikte zwischen Vertretern verschiedener Fächer und Disziplinen. Ein vorgeschobenes Argument, wie Erfahrungen in experimentierfreudigen Kollegien zeigen. Das vielfach befürchtete Hauen und Stechen ist ausgeblieben. Wo Neid und Missgunst durch Wahrheit und Klarheit ersetzt werden, ist das kein Wunder. Umso verwunderlicher ist es, dass Lehrergewerkschaften permanente Ungerechtigkeit akzeptieren, statt sich kreativ für Veränderungen einzusetzen und daran mitzuwirken. Stattdessen leiern sie unisono stets die gleiche Forderung nach zusätzlichen Entlastungsstunden und -töpfen herunter. Sie fordern zusätzliche Lehrer, die es auf dem Arbeitsmarkt nicht gibt. Der Charme des auf dem Mindener Modell fußenden NRW-Jahresarbeitszeitmodells für Lehrkräfte besteht aber auch darin, dass Lehrer mit Mangelfächern von Systemaufgaben entlastet werden können und so der Unterrichtsausfall abgemildert werden kann. Man darf gespannt sein, ob die CDU zu diesem Vorschlag aus dem Schulministerium stehen wird. Das hängt auch davon ab, ob der NRW-Philologenverband auch in Zukunft bei seiner reformfeindlichen Haltung bleibt oder ob er im CDU-Boot mitrudert.

Originaltext: Neue Westfälische Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65487

© 2010 news aktuell

Es wird am heraufziehenden Landtagswahlkampf liegen – oder vielleicht doch daran, dass die Zeit reif ist für eine zeitgemäße, faire Regelung der Lehrerarbeitszeit: Jedenfalls berichtet auch die Regionalpresse immer öfter über die Auseinandersetzung um die Reform der 150 Jahre alten Deputatsregelung.

Lesen Sie hier den Bericht zu nebenstehendem Kommentar!


 



Treffen mit Referenten des Ministeriums


 

MSW-Referent Gellesch in DortmundDirk Gellesch, Referent im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und zuständig unter anderem für die Entwicklung eines Lehrer-Jahresarbeitszeitmodells, erläuterte am Freitag, dem 5. Februar 2010 in Dortmund von 16 bis 19 Uhr gegenüber dem Vorstand, den Personalräten und interessierten Mitgliedern der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen das »NRW-Jahresarbeitszeitmodell«, eine in wichtigen Details verbesserte Fortentwicklung des »Mindener Modells«, und äußerte sich auch zu den Chancen von dessen Einführung nach der Wahl am 9. Mai 2010.

Mehrere Gründe sprächen dafür, so Gellesch, dass auch jede andere denkbare Koalition sich nach der Landtagswahl mit der Lehrerarbeitszeit auseinandersetzen werde, ja müsse, und dafür auch auf die Erfahrungen von acht NRW-Versuchsschulen zurückgreifen werde, die im »NRW-Modell« enthalten seien:

  1. Im Jahr 2009 seien die Positionen der Lehrerverbände, auch des größten, in Bewegung gekommen.
  2. Die Diskussion in den meisten politischen Parteien in NRW lasse darauf schließen, dass ein Jahresarbeitszeitmodell in der kommenden Legislaturperiode eingeführt werde.
  3. Den schon länger bekannten Argumenten für ein Jahresarbeitszeitmodell (mehr Arbeitszeitgerechtigkeit, mehr Transparenz der Lehrertätigkeiten, Deckelung bei 1804 Jahresarbeitsstunden, mehr Flexibilität) geselle sich mit der zunehmenden Verbreitung des Ganztagesbetriebs an Schulen ein weiteres hinzu: Nur ein Jahresarbeitszeitmodell könne für die dabei zusätzlich anfallende Arbeit – etwa wenn Lehrer in der Über-Mittag-Betreuung eingesetzt seien – ein sachlich angemessenes Verrechnungsverfahren bieten.

Der Vorstand unserer Vereinigung wird sich in Kürze mit weiteren Informationen zum »NRW-Modell« und zu dessen Chancen auf Einführung an die Mitglieder wenden. Schon jetzt können Mitglieder unserer Vereinigung im FACEBOOK-Diskussionsforum mehr über den Referentenvortrag und das »NRW-Jahresarbeitszeitmodell« erfahren.




Das Doppelabitur 2013 betrifft auch die Lehrer von Korrekturfächern


 

Unter Schülern und Eltern wird es gegenwärtig viel diskutiert, unter Lehrern – nicht zuletzt den Vielkorrigierern – setzt die Diskussion darum auch ein.

Lesen Sie, was das Westfalenblatt dazu schreibt!




Das Thema »Lehrerarbeitszeit«: Unsere Fragen an die NRW-Parteien zur Landtagswahl
 
cdu fdp spd gruene linke

Am 9. Mai 2010 finden in NRW die nächsten Landtagswahlen statt. Wir Korrekturfachlehrer möchten von den politischen Parteien in NRW wissen, ob und wann sie beabsichtigen, das über 150 Jahre alte Wochenstunden-Deputatsmodell für Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen durch eine moderne Lehrerarbeitszeitregelung zu ersetzen. Deshalb formuliert der Vorstand unserer Vereinigung fünf Fragen zum Thema »Lehrerarbeitszeit«, die den politischen Parteien vorgelegt werden. Der Vorstand wird diese Fragen zusammen mit den Antworten veröffentlichen, die wir von den politischen Parteien bis zum 19. März erhalten haben, um allen Mitgliedern unserer Vereinigung, die seit mehr als einem Jahrzehnt auf eine Reform der Lehrerarbeitszeit warten, eine Grundlage für ihre Wahlentscheidung am 9. Mai 2010 zu geben.

Sie können unsere fünf Fragen an die fünf NRW-Parteien hier herunterladen, bei sich zu Hause ausdrucken und in Ihrem Lehrerzimmer auf den Tischen verteilen oder ans »Schwarze Brett« der Lehrerverbände heften.




Die Mitglieder unserer Vereinigung haben jetzt ihr eigenes Diskussionsforum: korrekturfachlehrer.de bei FACEBOOK
 
FDP-Info 15.12.2009

So sieht die Zugangsseite aus – nachdem Sie Mitglied in diesem Diskussionsforum geworden sind. Das aber geht nur, wenn Sie unserer Vereinigung angehören.

 

Am Tag vor Weihnachten haben wir es bei FACEBOOK eingerichtet: korrekturfachlehrer.de, ein interaktives Diskussionsforum ausschließlich für Mitglieder unserer »Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V.«. Mitglieder können hier selbständig Diskussionsstränge (»threads«) begründen und weiterführen, dabei mit anderen Mitgliedern aktuelle Themen erörtern, indem sie eigene Beiträge »posten«, also veröffentlichen, und auf die Beiträge anderer Mitglieder eingehen.

Warum dieses Diskussionsforum?

Es entstand auf Anregung eines unserer Mitglieder: Nicht wenige Angehörige unserer Korrekturfachlehrer-Vereinigung, die ja über ganz NRW verbreitet ist, vermissten den gedanklichen und alltagspraktischen Austausch mit anderen Mitgliedern. Erfahrungen von Mitgliedern, die an einer Nachbarschule unterrichteten oder gar in einer anderen Stadt, verblieben ohne weiteren Nutzen nur bei der einzelnen Person, die sie mache.

Wenn Sie interessiert sind und beitreten wollen, mit der »Social-networking«-Plattform FACEBOOK aber nicht vertraut sind, dann lesen Sie erst einmal hier weiter.




»Vom ›Mindener Modell‹ zum NRW-Modell«: FDP-Veranstaltung im Landtag am 15. Dezember
 
FDP-Info 15.12.2009
Vorstandsmitglied Willy Knaup (4. v.l.) im Gespräch mit Christoph Gralla, Schulleiter des Herder-Gymnasiums in Minden: Sein Kollegium führte nach zwei Versuchsjahren mit einer Parallelrechnung zum Schuljahr 2009/10 das »Herder-Modell«, ein weiterentwickeltes »Mindener Modell«, mit Dreiviertelmehrheit verbindlich ein.
Für die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag hatten Fraktionsvorsitzender Dr. Gerhard Papke MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer Ralf Witzel MdL und die bildungspolitische Sprecherin Ingrid Pieper-von Heiden MdL zu Dienstag, dem 15. Dezember 2009, 17 Uhr, in den Landtag eingeladen – Thema: »Lehrerarbeitszeit – gerecht und flexibel gestalten«. So groß war der Andrang, dass die Veranstaltung ausnahmsweise im besonders großen SPD-Fraktionssitzungssaal stattfinden musste. Von der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen nahmen der gesamte Vorstand und die Personalratsmitglieder Karin de Wit-Yokoi (Düsseldorf), Dr. Maria Pohl (Münster), Michael Schwarzwald (Detmold) und Artur Weinhold (Arnsberg) teil.

Nach der Begrüßung durch den Fraktionsvorsitzenden Dr. Gerhard Papke führte die bildungspolitische Sprecherin Ingrid Pieper-von Heiden in das Thema ein. Oberstudiendirektor Christoph Gralla vom Herder-Gymnasium in Minden und Oberstudiendirektor Michael Paul samt Stellvertreter Studiendirektor Heinfried Wesemann vom Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Minden erläuterten die Grundzüge der an ihren Schulen teilweise schon im fünften Jahr durchgeführten Schulversuche mit Lehrer-Jahresarbeitszeitmodellen und präsentierten sodann Ergebnisse und Perspektiven für deren weitere Entwicklung. Ihr einhelliges Fazit: Die Modelle sind so ausgereift, dass ihrer praktischen Einführung im Schulalltag nichts entgegensteht. Für manche im Fraktionssaal kam dann die Überraschung: Seit der mit Mehrheit beschlossenen Einführung der Jahresarbeitszeitkonten haben an den Versuchsschulen die Zustimmungsraten der Lehrerkollegien in geheimen Abstimmungen fast die 80-%-Marke erreicht.

Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie zum Lehrerarbeitszeitmodell stellten im Anschluss Dipl.-Päd. Melanie Schreiber und Dr. Johannes König von der Universität Köln vor. Sie zeigten, dass an den Versuchsschulen die Akzeptanz des Jahresarbeitszeitmodells im Laufe des mehrjährigen Untersuchungszeitraumes erkennbar zunahm und gerade bei Fragen nach den gesundheitlichen Auswirkungen durchweg sehr deutlich über der einfachen Kollegiumsmehrheit lag.

Die zahlreich anwesenden Lehrerinnen und Lehrer, die nicht alle verbandspolitisch engagiert waren, konnten sodann im Plenum ihre Statements, Fragen und Anregungen zu den vorgestellten Jahresarbeitszeitmodellen vortragen. Als der parlamentarische Geschäftsführer Ralf Witzel die daraus entstehende Diskussion zusammengefasst hatte und seine Landtagskollegin Ingrid Pieper-von Heiden die Veranstaltung abschloss, zeigte die Uhr des Fraktionssaals 19 Uhr.




Ist das der Deubel an der Wand?
 

Es ist Sonntag. Abends, so etwa halb zehn. Es ist lauschig, denn es war ein warmer Frühlingstag. Sie sitzen auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse. Sie könnten sich jetzt dem Mai-Abend hingeben, sich noch einmal entspannen und sich innerlich auf die kommende Woche einstellen.

Können Sie aber nicht! Es ist der Abend des 9. Mai 2010. Die Landtagswahl ist seit dreieinhalb Stunden zu Ende. Soeben wurden die letzten, nunmehr sehr sicheren Hochrechnungen bekannt gegeben: Die nächste Landesregierung wird mit einer erdbebensicheren Landtagsmehrheit in die neue Legislaturperiode gehen. Jetzt kann und wird sie das tun, was eine ähnliche Mehrheit in Hamburg 2003 auch getan hat: die Lehrerarbeitszeit reformieren, ohne dass die Landesregierung sich sehr um das Gezeter der großen Lehrerverbände scheren muss. Sie haben in den Jahren zuvor ja nur abgeblockt – worüber sollte man also mit ihnen jetzt verhandeln? Der Druck seitens der Regierungsmehrheit, aus der Öffentlichkeit und in der Presse wird ausreichen, um alle Widerstände einzuebnen. Die neue Lehrerarbeitszeitregelung für NRW wird durchgesetzt, ohne dass die Verbände etwas zu vermelden haben. Ob die Lehrer sich dabei schlechter stehen oder besser, hängt allein vom Wohlwollen der Regierungsmehrheit ab.

Ist das der Deubel an der Wand?

Bevor es allen NRW-Lehrern so geht wie in Hamburg, wo das »Hamburger Modell« gegen den Widerstand auch der großen Verbände durchgesetzt wurde, müssen die Lehrerverbände Position beziehen. Langwierige Lehrer-»Arbeitsplatzbeschreibungen«, wie sie der Philologenverband in der Kölner Personalversammlung am 5. November forderte, sollen offenbar nur dazu dienen, den Zeitpunkt hinauszuzögern, an dem Philologenverband und GEW ihren Mitgliedern reinen Wein einschenken müssen: Leute, so wie bisher mit dem für Extra-Arbeit nach oben offenen Stundendeputatsmodell geht es nicht mehr weiter – für alle Lehrer nicht! Es hat uns seit 1987 nur die wiederholte Erhöhung unserer Wochenstunden beschert und die enorme Verdichtung unserer Arbeit weder öffentlich sichtbar werden lassen noch gar verhindert!

Die Fakten sind bekannt, Lösungsmodelle gibt es: Ob man die Arbeitszeituntersuchung von Mummert + Partner aus dem Jahre 1999 aktualisiert oder eine größere Anzahl von Schulleitern – wie in Hamburg – zu einer »Expertenbefragung« heranzieht oder beides tut: Am Ende wird ein Jahresarbeitszeitmodell stehen. Dafür sind schon längst in Schulversuchen an ganz normalen NRW-Gymnasien Vorarbeiten geleistet worden. Darauf muss jetzt aufgebaut werden.




Lehrerarbeitszeit, Gerichte und MSW
 

Seit 2005 stehen diese beiden Sätze in der Welt: »Wir wollen das Ansehen des Lehrerberufs verbessern. Die Lehrerarbeitszeit wird flexibler und gerechter gestaltet.«

Diese beiden Sätze sind Teil des Koalitionsvertrages zwischen CDU und FDP. Kaum waren sie in der Welt, wurde die Landesregierung sogleich mit dem massiven Widerstand des Philologenverbandes und der GEW konfrontiert. Bis heute, bis zum November 2009, hält er an.

Warum? Weil Philologenverband und GEW es ihrer Mitgliedschaft nicht meinen zumuten zu können, dass die Lehrerarbeitszeit tatsächlich »flexibler und gerechter« wird. Dafür wäre eine Abkehr vom veralteten Wochenstunden-Deputatsmodell erforderlich, das suggeriert, Lehrerarbeit bestehe nur aus Unterricht und sei zudem in allen Fächern gleich zeitaufwändig.

Stattdessen schwören diese beiden Verbände auf die Wiederbefüllung der sogenannten »Entlastungstöpfe«. Hört man ihre Vorstände von den wunderbaren Möglichkeiten der »Entlastungstöpfe « schwärmen, könnte man meinen, sie hätten den Stein der Weisen gefunden. Dabei weiß man bei PhV und GEW sehr genau, dass sie sich für ein Modell ins Zeug legen, das von den Gerichten längst für rechtswidrig erklärt worden ist.

Lesen Sie hier weiter!




»Herr, schmeiß Entlastungsstunden vom Himmel!«
 

In diesen Ruf möchte man regelmäßig ausbrechen, wenn wieder – wie jetzt, im November 2009 – die Zeit der Personalversammlungen angebrochen ist. Ritualartig fordern dort in Anträgen oder Resolutionen Jahr für Jahr Lehrer – und leider auch Lehrerverbands-Offizielle oder -Funktionäre, die es eigentlich besser wissen müssten – die »Aufstockung der Entlastungstöpfe«.

Fordern kann man viel. Ob es eine Chance auf politische Verwirklichung hat, steht auf einem anderen Blatt.




Hilfe zur Selbsthilfe: Der Klausurenpool der Korrekturfachlehrer-Vereinigung
 

uebersichtDie Idee entstand im Februar 2009 während einer Fortbildungsveranstaltung unserer neuen Personalratsmitglieder: Man könnte doch mit den Mitgliedern unserer Vereinigung einen Klausurenpool auf Gegenseitigkeit begründen – um die aufwändige Arbeit der Konstruktion der punktebasierten Kursarbeiten auf möglichst viele Schultern zu verteilen und so zu einer Arbeitserleichterung für die Vielkorrigierer zu gelangen.

Jetzt ist es soweit: Die ersten punktebasierten Klausuren – zunächst für die Fächer Deutsch und Englisch – sind im Pool. Wollen Sie nicht mitmachen?




Jahreshauptversammlung 2009
 
Vorstand 2009-11
Von links nach rechts: Willy Knaup, Dr. Maria Pohl, Heiner Hülsmann, Reinhard Heider
Von 11 Uhr bis 14.30 Uhr berieten die Mitglieder der »Vereinigung der Korrekturfachlehrer« am Samstag, dem 5. September 2009, im »Studio B« der Stadtbücherei Dortmund auf ihrer Jahreshauptversammlung über die bisherigen und die zukünftig zu unternehmenden Anstrengungen unseres Verbandes, eine moderne und gerechte Arbeitszeitregelung auch für Lehrer herbeizuführen. Das Ergebnis der Vorstandswahlen:
  • Zum Vorsitzenden wurde erneut Herr Reinhard Heider, Steinheim, gewählt.
  • Zu seiner Stellvertreterin bestimmten die Mitglieder Frau Dr. Maria Pohl, Münster
  • Als Kassenwart hatte sich Herr Heiner Hülsmann, Duisburg, zur Wiederwahl gestellt.
  • Der neue Presse-Beauftragte des Vorstands ist auch der alte: Herr Willy Knaup, Greven.



Drittes bildungspolitisches Symposium Nordrhein-Westfalen
 
  3. bildungspolitisches Symposium Essen, 07.03.2009 in Essen
 

V.l.n.r.: Artur Weinhold (Personalratsmitglied Arnsberg), Mechthild Schulte (Personalratsmitglied Köln), Reinhard Heider (Hauptpersonalratsmitglied Düsseldorf; Vorsitzender), Heiner Hülsmann (Vorstandsmitglied), Karin de Wit-Yokoi (Personalratsmitglied Düsseldorf), Willy Knaup (Vorstandsmitglied), Dr. Heinfried Habeck (MSW Düsseldorf), Michael Schwarzwald (Personalratsmitglied Detmold), Dr. Maria Pohl (Personalratsmitglied Münster)

   

Gut besucht war das ganztägige »Dritte bildungspolitische Symposium Nordrhein-Westfalen«, das das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen am Samstag, dem 7. März 2009, in der »Messe Essen« organisierte. Die Vereinigung der Korrekturfachlehrer e.V. war dort mit Vorstandsmitgliedern und Personalräten vertreten (s. Foto).

So kurz vor dem Ende der Legislaturperiode mochte man die Veranstaltung für einen vorgezogenen Wahlkampfauftritt des Ministeriums halten. Trotzdem war das Symposium wertvoll für das Anliegen unserer Vereinigung: wegen der informellen Gespräche mit Angehörigen des Ministeriums und der Schulverwaltung, aber auch mit Wissenschaftlern wie Prof. Jürgen Baumert, dessen Einführungsvortrag über die Schwerpunkte der neuen Lehrerausbildung in NRW mit viel Beifall bedacht wurde.

Die Conférence der Veranstaltung hatte WDR-Moderatorin Gisela Steinhauer inne. Sie war es, die auf der Bühne beim Podiumsgespräch am Nachmittag den MSW-Staatssekretär Winands fragte, wann das MSW denn die Forderungen der Korrekturfachlehrer nach einer fairen und transparenten Arbeitszeitregelung in einer öffentlichen Veranstaltung auch mit den anderen Verbänden zu thematisieren gedenke. Ob Herr Winands den Korrekturfachlehrern nicht auf der Stelle versprechen wolle, dass innerhalb eines Jahres eine solche große öffentliche Veranstaltung mit Beteiligung der anderen Lehrerverbände unter der Ägide des MSW stattfinden werde.

Staatssekretär Winands antwortete ausweichend: Es stünden sich in der Lehrerschaft zwei große Lager gegenüber, einerseits die Korrekturfachlehrer und andererseits die übrigen Lehrerverbände. Zwischen diesen lasse sich keine Einigkeit herbeiführen, weshalb er sich noch genau überlegen müsse, ob es sinnvoll sei, eine solche Veranstaltung durchzuführen.




Verwaltungsgerichtsverfahren zur Reduzierung der Pflichtstundenzahl abgeschlossen
 

Das bisher letzte Verwaltungsgerichtsverfahren eines unserer Mitglieder um Reduzierung der Pflichtstundenzahl von Vielkorrigierern ist durch das Münsteraner Oberverwaltungsgericht nunmehr endgültig abgeschlossen worden.

Unser Mitglied Karin de Wit-Yokoi, Ratingen, hatte mit einem Vollstreckungsantrag vom 16.03.2007 vom Verwaltungsgericht Düsseldorf verlangt, dass das in ihrem Verfahren ergangene Urteil des Verwaltungsgerichts vom 07.03.2006 an ihrer Schule auch in ihrem Sinne umgesetzt werde. Den Vollstreckungsantrag lehnte das Verwaltungsgericht durch Beschluss ab. Dagegen legte Dr. Klaus Schmiemann, Köln, als Prozessbevollmächtigter für Frau de Wit-Yokoi Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht ein.

Am 16. Januar 2009 beschied das Oberverwaltungsgericht diese Beschwerde abschlägig.

Dr. Schmiemann schreibt dazu nunmehr:

Das Gericht hat die Beschwerde zurückgewiesen. Auch das Oberverwaltungsgericht vertritt die Auffassung, die Lehrerkonferenz habe durch die Beschlüsse vom 29.11.2006 sachlich vertretbar entschieden. Dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 07.03.2006 sei demgemäß nachgekommen.

Mein Kommentar: Unser Rechtsstaat ist leider nicht perfekt. Ihr redlicher Kampf vor der Verwaltungsgerichtsbarkeit ist beendet.

Lesen Sie den vollen Wortlaut des Beschlusses des Oberverwaltungsgerichts Münster vom 16.01.2009!




Korrekturfachlehrer veröffentlichen Jahresbericht 2008
 
Reinhard Heider, Vorsitzender Maria Sangmeister, stellv. Vorsitzende
Seitdem unsere Vereinigung in der Personalratswahl 2008 erfolgreich war, kann sie schulpolitisch nicht mehr übergangen werden: Das ist der Tenor des Jahresberichts, den die Vorsitzenden, Reinhard Heider und Maria Sangmeister, für den Vorstand unserer Vereinigung am 20. Januar 2009 veröffentlichten.

Die wichtigsten Themen darin sind

  • ein fast zweistündiges Gespräch mit Staatssekretär Winands im MSW Anfang Januar 2009
  • die Berufung unseres Vorstandsmitglieds Wilhelm Knaup in die Arbeitsgruppe »Lehrerarbeitszeit« des MSW
  • Gespräche mit Abgeordneten sowohl der Regierungs- als auch der Oppositionsfraktionen
  • die Informationsveranstaltung über das gymnasiale »Mindener Modell« am 18. August 2008 in Dortmund
  • der für unser Anliegen bedeutsame Prozess, den eine Kollegin mit Unterstützung unserer Vereinigung gegen das Land NRW beim OVG Münster führt.

Lesen Sie den Jahresbericht 2008 in voller Länge!




Schulleiter Gralla erläutert gymnasiales »Mindener Modell«
 

Schulleiter Gralla und Projektleiter Hammersen

Unser Vorsitzender Reinhard Heider, Schulleiter Christoph Gralla
und Projektleiter Thomas Hammersen (vorn,v.l.n.r.)

»Die tatsächliche Arbeitsbelastung heutiger Lehrer wird durch das Wochenstunden-Deputatsmodell zur Bestimmung der Lehrerarbeitszeit nicht adäquat abgebildet.«

So unmissverständlich fiel das Urteil von Oberstudiendirektor Christoph Gralla vom Herder-Gymnasium Minden aus, der in einer von der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen initiierten Informationsveranstaltung am Samstag, dem 8. November 2008 in Dortmund gemeinsam mit Studienrat Thomas Hammersen, seinem Projektleiter für das »Mindener Modell«, vor zahlreichen Zuhörern über dieses Arbeitszeitmodell referierte, das zur Zeit an seiner Schule rechnerisch erprobt wird.

Das Herder-Gymnasium in Minden ist eines der NRW-Gymnasien, an denen zur Zeit Erfahrungen mit dem »Mindener Modell« gesammelt werden. Hier entschloss sich das Kollegium dazu, das alte Wochenstunden-Deputatsmodell zwar weiterhin verbindlich anzuwenden, parallel dazu aber zwei Jahre lang die Arbeitszeit aller Lehrer nach dem »Mindener Modell« zu berechnen und die so errechnete Arbeitsbelastung aller Lehrerinnen und Lehrer kollegiumsöffentlich auszuweisen.

Lesen Sie hier weiter, welche Erfahrungen das Kollegium des Herder-Gymnasiums in Minden mit der Parallelrechnung machte.

 




Die Personalratswahl 2008 endet mit einem Erfolg für die Korrekturfachlehrer
 

Mitglieder unserer »Vereinigung der Korrekturfachlehrer« werden in Zukunft allen Gremien der NRW-Personalvertretung für die Gymnasiallehrer angehören und darauf achten, dass den Interessen der Vielkorrigierer mehr Beachtung zuteil wird als bisher:

  • Hauptpersonalrat Düsseldorf: 1 Sitz
  • Bezirkspersonalrat Arnsberg: 1 Sitz
  • Bezirkspersonalrat Detmold: 1 Sitz
  • Bezirkspersonalrat Düsseldorf: 1 Sitz
  • Bezirkspersonalrat Köln: 1 Sitz
  • Bezirkspersonalrat Münster: 2 Sitze

Besonders wichtig: Auch im Hauptpersonalrat wird unsere Vereinigung in Zukunft einen Sitz einnehmen. Mit 9,13 % der Stimmen erzielte sie dort auf Anhieb das drittbeste Ergebnis aller Gruppierungen – nach Philologenverband und GEW.

  • Lesen Sie die Presseerklärung unseres Verbandes zum Ergebnis der Wahl zum Hauptpersonalrat 2008!
  • Schauen Sie sich an, wer in den nächsten vier Jahren in den Personalräten auf die Interessen der Korrekturfachlehrerinnen und -lehrer achten wird.



Personalratswahl 2008: Wir erfahren tagtäglich in unserem eigenen Berufsalltag, womit Vielkorrigierer konfrontiert sind – und handeln danach

Wir sind selbst Korrekturfachlehrer. Unsere Personalratsvertreter setzen sich für Sie ein –

  • indem sie Sie in dienstrechtlichen Angelegenheiten wie Einstellungen, Beförderungen, Versetzungen und Frühpensionierungen unterstützen
  • indem sie KorrekturfachlehrerInnen beraten, die durch ihre massive Korrekturfachtätigkeit erkrankt sind und Unterstützung gegenüber der Schulleitung und der Bezirksregierung benötigen
  • indem sie jede Gelegenheit nutzen, um im Personalrat und gegenüber der Bezirksregierung auf die extreme Ungerechtigkeit in Sachen Arbeitsbelastung hinzuweisen
  • indem sie sich für die Teilzeitbeschäftigten einsetzen, die wie die Korrekturfachlehrer über Gebühr dienstlich in Anspruch genommen werden
  • indem sie für die Belange der Referendare und angestellten Kolleginnen und Kollegen eintreten.



»Die für alle Beamten in NRW – vom Finanzamt bis zur Justiz – gültige Jahresarbeitszeit von 1804 Stunden muss konsequenter auf die Schule übertragen werden«
 

Maximal 1804 Arbeitsstunden im Jahr – für die Vielkorrigierer ist das seit vielen Jahre reine Utopie.

Maximal 1804 Arbeitsstunden im Jahr: Diese Forderung Reinhard Heiders, des Vorsitzenden der Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V., stand im Mittelpunkt eines Artikels, mit dem Reinhard Brockmann vom Westfalenblatt am 21. Februar 2008 die Leser über erste Versuche in NRW informierte, der im Lehrerberuf je nach Unterrichtsfach und -einsatz stark unterschiedlichen Arbeitsbelastung Rechnung zu tragen.

Äußerer Anlass des Westfalenblatt-Artikels war die Freigabe des »Mindener Modells« eines belastungsspezifisch faktorierten Jahresarbeitszeitkontos durch den Schulausschuss des NRW-Landtages. Schon vor der Freigabe hatten fünf NRW-Schulen das »Mindener Modell« in der Erprobung.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel über »das heißeste Eisen der Schulpolitik, die unterschiedliche Arbeitsbelastung von Haupt- und Nebenfach-Lehrern« (Westfalenblatt).




NRW-Personalratswahlen: »Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V.« tritt an
 

Bei den Wahlen zu den Bezirkspersonalräten und zum Hauptpersonalrat für die Schulform Gymnasium bieten die Korrekturfachlehrer in ganz Nordrhein-Westfalen Kandidaten auf.

»Noch immer ist die ›Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen‹ der einzige Interessenverband, der sich konsequent auf allen Ebenen dafür einsetzt, dass der Dienstherr seiner Pflicht zur Fürsorge auch gegenüber Vielkorrigierern nachkommt und sie gleich behandelt«, sagt Reinhard Heider, der Vorsitzende der Vereinigung.

Seine Stellvertreterin Maria Sangmeister ergänzt: »Wenn es uns gelingt, bei den kommenden Personalratswahlen in alle fünf Bezirkspersonalräte und in den Hauptpersonalrat in Düsseldorf einzuziehen, wird das die anderen Lehrerverbände dazu zwingen, sich mit den Themen Arbeitszeitreform und Arbeitszeitgerechtigkeit ernsthaft auseinanderzusetzen.«




»Im Durchschnitt 56 Stunden Arbeitszeit in der Unterrichtswoche«
 

In Dortmund diskutierten Experten am Donnerstag, dem 7. Februar 2008, über die Zukunft des Lehrerberufs. Ein Thema: Die Belastung der Pädagogen durch hohe Arbeitszeit.

In Zusammenhang mit der Tagung führte der WDR ein Interview mit Professor em. Uwe Schaarschmidt von der Universität Potsdam, einem Fachmann für Fragen der Arbeitsbelastung bei Lehrern. In dem Interview (WDR-Manuskript hier) erläuterte Schaarschmidt, der mit zwei Studien zur Lehrerarbeitszeit hervorgetreten ist, welche Arbeitszeitmodelle nach seiner Einschätzung sinnvoll sind.

Dasjenige Arbeitszeitmodell, das Schaarschmidt zusammen mit Professor Bernhard Sieland im Auftrag des Lehrerverbandes VBE entwickelte, soll demnächst in NRW getestet werden, heißt es im WDR-Interview.

Sehen wir Korrekturfachlehrer damit endlich besseren Zeiten entgegen? Immerhin macht sich der mächtige »Verband Bildung und Erziehung« – Mitglied im Deutschen Beamtenbund – für das Arbeitszeitmodell von Schaarschmidt und Sieland stark. Solche Verbündete hätten wir gern, die wir als Vielkorrigierer in jedem Kollegium immer eine Minderheit darstellen! Goldene Zeiten also?

Leider nicht. Für Korrekturfachlehrer ist das Arbeitszeitmodell von Schaarschmidt und Sieland eine Mogelpackung.

Warum das so ist, lesen Sie hier.




»Die Angst vor Knatsch im Kollegium ist zu groß: Wer legt sich schon gern mit dem Sportlehrer an?«
 

So forsch beginnt ein Artikel, der am 3. Januar 2008 auf Spiegel online erschien.

Ähnlich forsch geht es weiter: »Zwei Lehrer gehen mittags nach der Schule nach Hause. Der eine hat einen dicken Stapel Englisch-Klausuren im Gepäck. Später wird er den Unterricht des nächsten Tages vorbereiten und noch bis tief in der Nacht mit einem Rotstift in den 32 Texten herumstreichen. Der andere ist Sportlehrer. Er hat jetzt Feierabend und freut sich schon auf die Theaterpremiere mit seiner Frau.«

Ist damit unser Anliegen in der breiteren Öffentlichkeit angekommen? Angesichts der reißerischen Formulierungen muss man das leider – noch – verneinen. Zumal die Autoren nach dem frechen, wenn auch treffenden Einstieg das Grundproblem im weiteren Verlauf des Artikels wieder aus den Augen verlieren:

  • Umfangreiche Korrekturarbeit fällt nur bei den Lehrern entsprechender Fächer an; sie werden dafür nicht gerecht entlastet.
  • Wer kein Korrekturfach unterrichtet, leistet keine Korrekturarbeit, braucht sich um andere Berufsarbeit in ausgleichendem Umfang aber nicht zu scheren.

Lesen Sie den gesamten Artikel bei Spiegel online.

Wollten Sie nicht schon immer mal Ihren Standpunkt zu diesem Thema darlegen? Dann beteiligen Sie sich doch an der Online-Diskussion darüber. An sachverständigen Äußerungen herrscht dort etwas Mangel. Das trifft schon auf den Artikel selbst zu. Oder kennen Sie jemanden, der 32 Oberstufen-Klausuren an einem Nachmittag und Abend wegkorrigiert – und zwar, nachdem er seinen Unterricht vorbereitet hat?




Wir sind die einzige Interessenvertretung, die sich ausschließlich und konsequent für die Korrekturfachlehrer einsetzt
 

Das erleben Sie in seinen Auswirkungen Tag für Tag am eigenen Leib: Unsere derzeitige Arbeitszeitregelung ist die ungerechteste in ganz Europa.

Leider verteidigen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Philologenverband (PhV) diese Regelung bis heute mit Klauen und Zähnen. Sie verkehren dabei gewerkschaftliche Grundsätze wie Gleichbehandlung, Gerechtigkeit oder Solidarität in ihr Gegenteil.

Warum tun GEW und PhV das? Weil sie mit dem Eintreten für eine gerechtere Arbeitszeitregelung einen Teil ihrer Mitglieder verprellen würden. Für eine Reform fehlt beiden Verbänden die inhaltliche und verbandspolitische Durchsetzungskraft gegenüber ihrer heterogenen Mitgliedschaft.

Was tun wir? Wir treten für ein gerechtes, flächendeckendes Jahresarbeitszeitmodell ein, das die für alle Beamten in NRW gültige Jahresarbeitszeit von 1804 Jahresarbeitsstunden auch für Lehrer verbindlich macht: Die Lehrerarbeitszeit – für die es mit immer neuen Zusatzaufgaben anscheinend keine Obergrenze gibt – wird endlich begrenzt. Auf dem Weg dorthin halten wir das »Mindener Modell« für den zur Zeit nötigen Schritt.

  • Lesen Sie unsere Begründung im Flugblatt des Vorstandes unserer »Vereinigung der Korrekturfachlehrer«.
  • Drucken Sie das Flugblatt aus, hängen Sie es im Lehrerzimmer am »Schwarzen Brett« für die Lehrerverbände auf (wenn es »verschwindet«, immer wieder), diskutieren Sie mit den Kollegen!



Der Korrekturfachlehrer – im Arbeitszimmer allein zu Haus
 

Wieviel Lebenszeit wir als Vielkorrigiererinnen oder Vielkorrigierer in unserem häuslichen Arbeitszimmer verbringen, das möchten wir uns gar nicht immer so genau vergegenwärtigen. Es ist enorm viel Zeit, das ist sicher.

Um so bitterer ist es, dass wir unsere Arbeitszimmer seit dem 1. Januar 2007 steuerlich nicht mehr als Teil der Werbungskosten geltend machen dürfen. Einen sinnvoll ausgestatteten und immer verfügbaren Ersatz-Arbeitsplatz können die Schulträger nicht bieten: Sie setzen – ebenso wie der Gesetzgeber – stillschweigend darauf, dass gerade die Vielkorrigierer ihren häuslichen Büro-Arbeitsplatz weiterhin bereit halten, auch wenn sie ihn nunmehr ganz und gar selbst bezahlen müssen.

Man darf gespannt sein, ob die Nichtabsetzbarkeit der Lehrer-Arbeitszimmer vor den Gerichten Bestand haben wird. Sollte die einschlägige Rechtsvorschrift kassiert werden, werden wir Lehrer rückwirkend zum 1. Januar 2007 unsere Arbeitszimmer wieder absetzen können – aber nur dann, wenn wir ihre Absetzbarkeit in der Einkommensteuererklärung 2007 ff. verlangt haben.

Eine Voraussetzung dafür ist die Bestätigung des Schulträgers, dass er einen Ersatz-Büroarbeitsplatz nicht zur Verfügung stellen kann. Um eine solche Bestätigung zu erhalten, sollten Sie baldmöglichst ein entsprechendes Schreiben an das Schulverwaltungsamt Ihres Dienstortes senden. Ein Musterschreiben finden Sie (im *.doc-Format, im *.rtf-Format oder als *.pdf-Dokument) hier.




Gibt es eine alternative Wahrheit – oder ist das bloß die Alternativen-Wahrheit?
  Keine Angst vor Sophistereien, liebe Kolleginnen und Kollegen: In der Frage, wer die Interessen der Vielkorrigierer vertritt, gibt es nur eine Wahrheit. Eine Wahrheit zudem, deren Gehalt dokumentarisch leicht überprüfbar ist.

Im Frühjahr 2008 stehen in NRW wieder Personalratswahlen an. Zeitig begibt sich die VLG – die Alternative auf Wählerfang. Jedermann weiß, im Wahlkampf nehmen manche es mit der Wahrheit nicht so genau. Da stapeln manche auch mal ein wenig hoch. Wie sonst soll man ein von der VLG im Bezirk Düsseldorf verbreitetes Flugblatt einordnen? Unter der Überschrift »Seit 15 Jahren Vorkämpferin für Korrekturentlastung« soll den viel korrigierenden Kolleginnen und Kollegen suggeriert werden, dass niemand mehr für sie tue als die VLG. Ein kurzer Blick auf die Website der Alternativen sorgt jedoch rasch für Ernüchterung: Dort liest man nur »Words, words, words« (Hamlet, II.2).

Das ist Pech für die Alternativen, denn »words are not deeds.«

Lesen Sie weiter, wie unser Vereinsvorsitzender Reinhard Heider in Begleitung Shakespeares den Weg von der alternativen Wählerverdummung zur Erkenntnis aufzeigt.




Ein bisschen Lob zum Schuljahresbeginn 2007/08 …
 

… tut gut: Wir freuen uns über die Rückmeldung aus Bayern –

– und wünschen den Kolleginnen und Kollegen dort viel Erfolg in Ihrem Kampf für eine gerechte Arbeitszeitregelung!




»Mindener Modell«: Lassen Sie sich von Polemik und Desinformation nicht verunsichern!
 

Die Vereinsvorsitzenden Herr Reinhard Heider und Frau Maria Sangmeister erklären in ihrem Schreiben vom 17. Juni 2007 an die Mitglieder die Handhabung des »Mindener Modells«:

Seit einigen Tagen können Sie im WWW berechnen, wie viele Unterrichtsstunden Sie bei welcher Fächerkombination nach dem »Mindener Modell« geben müssen. Um Ihnen die Berechnungen zu erleichtern, möchten wir Ihnen die Grundzüge des Mindener Jahresarbeitszeitmodells in einigen Sätzen plausibel machen. Lassen Sie sich von der Polemik und Desinformation seitens GEW und PhV nicht verunsichern!

Lesen Sie hier den vollständigen Brief!




Oberstudiendirektoren prangern Überlastung der Korrekturfachlehrer an
 

Soeben erhalten wir Kenntnis von einem Brandbrief an Schulministerin Sommer, in dem mit Datum vom 1. Juni 2007 vierzehn Schulleiter von Gymnasien des Kreises Recklinghausen die Überlastung ihrer Korrekturfachlehrer beklagen:

»Hatten die Kolleginnen und Kollegen dieser Fächer bislang schon aufgrund der Zahl und des Umfangs ihrer Korrekturen eine extrem hohe Arbeitsbelastung, so ist diese Belastung durch die in diesem Schuljahr erstmalig durchgeführten Abschlussarbeiten in der Jahrgangsstufe 10 noch weiter erhöht worden. Als Schulleiterinnen und Schulleiter […] sehen [wir] mit Sorge, wie die Lehrerinnen und Lehrer dieser o.g. Fächer den ihnen zugewiesenen Umfang an Aufgaben und Arbeit kaum mehr bewältigen können. Tatsache ist, dass sich bereits einige Kolleginnen und Kollegen nicht anders zu helfen wussten, als in Teilzeit zu gehen.«

Lesen Sie den kompletten Brandbrief im Faksimile.


   

 
   
Mehr als 50 Stunden pro Woche…
 

…arbeiten auch Sie als Vielkorrigiererin oder Vielkorrigierer.

Was Sie sonst noch mit 80 % der deutschen Top-Manager verbindet oder von ihnen unterscheidet – lesen Sie es selbst!



Wenn das »Mindener Modell« morgen in Kraft träte…
 

… wie hoch wäre dann meine wöchentliche Unterrichtsbelastung?

Zur schnellen Orientierung zeigen wir Ihnen hier vier Beispielrechnungen, die die möglichen Auswirkungen des »Mindener Modells« auf den Stundenplan von Lehrern mit den Fächerkombinationen Deutsch/Englisch, Mathematik/Physik, Biologie/Sport und Kunst/Sport darstellen.

Am Gymnasium Nepomucenum in Rietberg hat man ein Rechenblatt gebaut, das diese Frage beantwortet. Alles, was Sie tun müssen, ist, Ihre individuellen Stundenplandaten einzugeben.

Klicken Sie auf das Website-Logo der Rietberger, um zu dem Rechenblatt zu gelangen!




Tut sich da was?
 

Mit einem Rückblick auf die lange Jahre auch von höchsten Politikerkreisen genährten Vorurteile über die Arbeitszeit der Lehrer (»Halbtagsjobber«, »faule Säcke«) leitet Tanjev Schultz von der Süddeutschen Zeitung seinen Bericht über die neueren und neuesten Entwicklungen in der Diskussion um die Lehrerarbeitszeit ein – und macht gleich klar, dass die Ära der populistischen Anbiederung an diese Erscheinungsform des »Volksempfindens« zu Ende geht.

Schultz hat sich für seinen Artikel weit umgeschaut: Uwe Schaarschmidts Buch Halbtagsjobber? (Beltz Wissenschaft, 2004 u.ö.) wird erwähnt, desgleichen die Anschluss-Studie Gerüstet für den Schulalltag (Beltz, Juni 2007), die die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Lehrer auf 52,9 Stunden beziffere. Der Wert bestätige im Wesentlichen das Ergebnis einer fünf Jahre alten Freiburger medizinischen Untersuchung an 950 Lehrern, die auf 51 Stunden kam.

Schultz erinnert an die seit 1999 aus der Untersuchung von Mummert und Partner bekannte groteske Arbeitszeitdiskrepanz unter den Lehrern: Manche müssen 3500 Jahresarbeitszeitstunden leisten, andere arbeiten fürs gleiche Geld und die gleiche Rente weniger als 1000 Stunden im Jahr – ein ganzes Berufsleben lang. Dass die Lehrer, die eher 3500 als 1000 Stunden pro Jahr für den Beruf aufbringen müssen, sich ihre Ausbeutung nicht länger gefallen lassen und sich jenseits der großen Berufsverbände organisieren, spricht Schultz in einem Absatz aus, der sich mit den Zielen unserer Korrekturfachlehrervereinigung auseinandersetzt.

Wie ist Abhilfe zu schaffen? Von den beiden großen Lehrerverbänden hätten die Vielkorrigierer in NRW nichts zu erhoffen, so Schultz: Die beiden Großen wollten nichts wissen von einer Gewichtung der Unterrichtsverpflichtung nach Unterrichtsfach und -einsatz wie in Hamburg oder im »Mindener Modell«. Bei der Landtagsanhörung am 6. Juni in Düsseldorf hätten sie darauf »gereizt« reagiert und nur pauschale Arbeitszeitverkürzungen gefordert.

Lesen Sie mehr hier.




Anhörung im Landtag am 6. Juni 2007: Vereinigung der Korrekturfachlehrer spricht mit Abgeordneten
 

Bei der öffentlichen Anhörung über die Neuregelung der Lehrerarbeitszeit sprach am Mittwoch, dem 6. Juni 2007, im Düsseldorfer Landtag unser langjähriges Mitglied Herr Willy Knaup (Greven) als Vertreter unserer Vereinigung. Begleitet und unterstützt wurde er von unserer stellvertretenden Vorsitzenden Frau Maria Sangmeister (unser Vorsitzender Herr Reinhard Heider war wegen eines langfristig geplanten schulischen Termins verhindert), von Herrn Heiner Hülsmann (Duisburg) und Frau Mechthild Schulte (Aachen).

Herrn Knaups Auftritt im Plenarsaal des Landtags vor den Abgeordneten des Ausschusses für Schule und Weiterbildung, vor etlichen Experten (darunter auch Prof. Klaus Klemm, der für zwei Verwaltungsgerichtsprozesse unserer Vereinigung individuelle Arbeitszeitgutachten verfasste) und vor den Zuschauern war nach Aussagen Anwesender insofern besonders beeindruckend, als Herr Knaup extemporieren musste, da für ihn – wie für die die anderen Sachverständigen – die vorab besprochenen Modalitäten (5-minütiges Statement durch jeden Experten) kurzfristig geändert worden waren und Herrn Knaups Stellungnahme dennoch sachlich exzellent und rhetorisch überzeugend ausfiel.




Wo steht unsere »Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V.« in der gegenwärtigen Auseinandersetzung um gerechtere Lehrerarbeitszeit?
  »Die Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen in NRW gäbe es nicht, wenn das Schulministerium, die GEW und der Philologenverband sich in den letzten fünfzehn Jahren aufrichtig um eine gerechte Behandlung der Korrekturfachlehrerinnen und -lehrer bemüht hätten.«

So lapidar beginnt die offizielle Äußerung unseres Verbandes zum Problem der Lehrerarbeitszeit. Zur Vorbereitung der Anhörung im Düsseldorfer Landtag am 6. Juni 2007 hatten die Abgeordneten von den eingeladenen Verbänden Stellungnahmen angefordert.

Ebenso direkt und ungeschminkt, wie unsere Stellungnahme beginnt, setzt sie sich mit der anachronistischen Deputatsregelung sowie den hinhaltenden und illusorischen Positionen unserer Konkurrenzverbände auseinander und legt unsere differenzierte Haltung zum »Mindener Modell« dar. Dabei werden Antworten auf diese zehn Fragen gegeben:

  1. Warum ist eine Reform der seit fast 200 Jahren geltenden Lehrerarbeitszeitregelung längst überfällig?
  2. Warum entstehen in den Lehrerkollegien keine Mehrheiten für eine Änderung der bisherigen, offenkundig ungerechten Arbeitszeitregelung?
  3. Warum setzen sich die beiden großen Verbände (GEW und Philologenverband) NICHT für eine Reform der geltenden Lehrerarbeitszeitregelung ein?
  4. Warum ist das so genannte »Mindener Modell« besser als alle anderen Reformansätze geeignet, die Lehrerarbeitszeit grundlegend zu reformieren?
  5. Welche Veränderungen müssen am »Mindener Modell« sofort und in Zukunft noch vorgenommen werden, damit es auf alle Schulen in NRW übertragen werden kann?
  6. Warum und wie wirkt sich das »Mindener Modell« vorteilhaft auf die Unterrichtsqualität in den Kern- oder Hauptfächern aus?
  7. Wie kann eine gerechtere Verteilung der Arbeitsbelastung die Arbeitszufriedenheit der Lehrerinnen und Lehrer steigern und gesundheitliche Schädigungen verhindern helfen?
  8. Können die Schulen unterschiedliche Lehrerarbeitszeitmodelle anwenden?
  9. Sind Präsenzzeitregelungen für Lehrer an NRW-Schulen machbar und vorteilhaft?
  10. Schafft das »Mindener Modell« einen kafkaesken bürokratischen Überbau?

Lesen Sie die Antworten auf diese Fragen in der offiziellen Stellungnahme unserer »Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V.« für das Landtags-Hearing am 6. Juni 2007.




Neuregelung der Lehrerarbeitszeit: Anhörung im Landtag am 6. Juni 2007 – machen Sie mit!
 

Herr Reinhard Heider, Vorsitzender der »Vereinigung der KorrekturfachlehrerInnen e.V.«, teilt mit:

Am Mittwoch, dem 6. Juni 2007, ab 14.00 Uhr findet im Düsseldorfer Landtag eine öffentliche Anhörung zur Neuregelung der Lehrerarbeitszeit statt, bei der, zum ersten Mal seit Bestehen unserer Vereinigung, deren Vorstand die Gelegenheit bekommt, unseren Standpunkt zur Notwendigkeit und den Modalitäten einer Lehrerarbeitszeitreform vorzutragen. Neben zwei Vertretern unseres Verbandes sind weitere 15 Sachverständige aus Wissenschaft, Schulen und Verbänden (Philologenverband, GEW und VBE) aufgefordert, ihre Statements abzugeben und sich an der Diskussion mit den Abgeordneten des Schulausschusses zu beteiligen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, uns – so rasch wie möglich – Ihre Erfahrungen, Fakten, Argumente, Hinweise zu den gegenwärtigen Missständen und Ihre Erwartungen hinsichtlich einer Neuregelung der Lehrerarbeitszeit per E-Mail zukommen ließen, damit wir diese in unserem Statement und in der Diskussion im Landtag berücksichtigen können.

Lesen Sie Herrn Heiders vollständigen Brief hier!




Eine verpasste Chance
 

Unser Vereinsvorsitzender Reinhard Heider war in Essen beim Symposium »Individuelle Förderung«

Nachfragen waren während der Frontal-Vorträge beim Symposium »Individuelle Förderung« am 3. Februar 2007 in Essen nicht erlaubt. Schade: Zu gern hätte man als Besucher zum Beispiel Herrn Rainer Domisch vom Zentralamt für Unterrichtswesen in Helsinki in aller Öffentlichkeit gefragt, ob die individuelle Förderung in Finnland mit einer differenzierten Lehrerarbeitszeitregelung einhergeht. Schließlich hatte NRW-Ministerpräsident Rüttgers ja verkündet : »Individuelle Förderung benötigt Zeit.«

Wer sich mit dem finnischen Schulsystem schon durch eigene Nachforschungen vertraut gemacht hatte, erhielt von Herrn Domisch dann in der Mittagspause in einem persönlichen Gespräch folgende Informationen bestätigt:

In finnischen Gesamtschulen

  • beträgt die Klassenstärke 16 bis 20 Schüler
  • werden »Nebenfächer« wie Biologie und Erdkunde in einer Gruppe von 1,5 Klassen unterrichtet
  • werden die Fremdsprachen sowie Mathematik (in den unteren Klassen) in Gruppen bis zu 10 Schülern gelernt
  • richtet sich die Zahl der zu unterrichtenden Stunden nach der Anzahl der Korrekturen.

So unterrichten Lehrer mit dem Fach

  • Finnisch:  15 Wochenstunden
  • Englisch: 18 Wochenstunden
  • Mathematik: 23 Wochenstunden
  • Biologie: 27 Wochenstunden

Das heißt, in Finnland wird der in den schriftlichen Fächern anfallende enorme Korrekturaufwand als Arbeitszeit bewertet und honoriert, während dies hierzulande immer noch nicht der Fall ist, von den großen Lehrerverbänden leider sogar immer noch abgelehnt wird. In Finnland gibt es offensichtlich auch für Lehrer, die Kernfächer unterrichten, Arbeitsbedingungen, die es ihnen zeitlich erlauben, ihren Unterricht so vor- und nachzubereiten, dass eine individuelle Förderung der Schüler überhaupt erst möglich wird.

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