Salutogenes Führungshandeln

Der schöne Ausdruck, den man immer häufiger hört, soll suggerieren, dass die Schulleitung Einfluss nehmen könne auf die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen.

In begrenztem Maße sicherlich

 – immerhin gibt es Empfehlungen zum Einsatz von durch Korrekturen besonders belasteten Lehrerinnen und Lehrern, die Personalräte zum Teil mit den Bezirksregierungen ausgehandelt haben. An diese Empfehlungen muss sich natürlich keine Schulleitung halten.

Die Schulleitungen könnten aber Lehrerinnen und Lehrern, die besonders belastet sind, Parallelkurse geben, sie in weniger korrekturintensiven Lerngruppen, wie z. B. Klasse 5 und 6, einsetzen oder in Literaturkursen. Leider gibt es nicht genügend Kurse dieser Art, um bei allen Betroffenen Korrekturbelastungen zu verringern.

Selbst die angeblich so selbständigen Schulen, bei denen die Schulleitungen Dienstvorgesetzteneigenschaften haben, dürfen nicht so entscheiden, wie viele Schulleitungen, die die Belastungen ihres Kollegiums kennen, dies wohl gerne täten. Schulleiterinnen und Schulleiter sehen immer wieder die Problematik, Kolleginnen und Kollegen mit z. B. zwei Korrekturfächern eine große Korrekturbelastung zumuten zu müssen, denn sie können an der Deputatsregelung - dem wichtigsten Parameter - nichts ändern.

Zur Lehrergesundheit trägt es natürlich bei, wenn Lehrerinnen und Lehrer Wertschätzung durch ihre Schulleitung erfahren, aber wahrscheinlich wäre es den Betroffenen lieber, wenn die Schulleitungen auch die entscheidenden Rahmenbedingungen verbessern, d. h. konkret das Deputat verringern könnten.