BEM-Verfahren

Nach all den kritischen Bemerkungen, die wir zu den von der Bezirksregierung im Bereich Gesundheitsschutz getroffenen Maßnahmen und Initiativen getätigt haben, möchten wir nun einen Punkt ansprechen, den wir als sinnvoll ansehen.

 

ErsteHilfeBuchNatürlich wünscht sich niemand eine Krankschreibung und eine Krankschreibung, die länger als sechs Wochen (42 Tage) innerhalb eines Kalenderjahres andauert, selbstverständlich erst recht nicht.

Wenn es jedoch zu einer solchen Krankschreibung kommen muss, ist es sehr empfehlenswert, das von der Bezirksregierung im Rahmen des „Betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements“ (§ 84 Absatz 2 Sozialgesetzbuch IX) angebotene Gespräch wahrzunehmen.

Die an dem Gespräch Beteiligten eint das Ziel, Möglichkeiten zu finden, die den beruflichen Wiedereinstieg ermöglichen bzw. erleichtern sollen.

Sicherlich muss man grundsätzlich unterscheiden zwischen den Ursachen der Krankschreibung.

Wenn man sich z.B. einen Beinbruch zugezogen hat, aufgrund dessen man eine Krankschreibung für einen längeren Zeitraum erhält, wird die Wahrnehmung eines BEM-Angebotes weniger sinnvoll sein als bei psychischen oder organischen Erkrankungen, deren Ende nicht klar absehbar ist.

Wenn eine gesundheitliche Maßnahme (wie z.B. eine Operation, Therapie oder Reha-Maßnahme) konkret geplant ist, ist ein BEM-Gespräch weniger notwendig, als wenn ein unklareres Krankheitsbild vorliegt mit weniger präzisen Behandlungsmaßnahmen.

Nehmen Sie zu dem Gespräch ein Personalratsmitglied mit, das Ihre Position unterstützt.

Als Ergebnis eines solchen Gespräches können z.B. ein veränderter Unterrichtseinsatz, ein verringertes Stundendeputat oder die Befreiung von bestimmten Aufgaben (z.B. Aufsichtspflicht) stehen.

Grundsätzlich möge Ihnen bitte ein BEM-Gespräch erspart bleiben, falls Sie jedoch in die Situation einer längeren Krankschreibung mit den oben beschriebenen Bedingungen kommen – nehmen Sie das Gesprächsangebot an.