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Willkommen
bei der Vereinigung der Korrekturfachlehrerinnen und -lehrer! |
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Ein gutes neues Jahr 2012 wünscht die VEREINIGUNG DER KORREKTURFACHLEHRERinnen allen Vielkorrigiererinnen und Vielkorrigierern! Im soeben abgelaufenen Jahr mussten wir Vielkorrigierer erleben, dass unser Anliegen einer gerechten Ausgestaltung der Lehrerarbeitszeit auf der Agenda rot-grüner Schulpolitik um keinen Zentimeter nach vorn gerückt ist. Sekundarschule, parteiübergreifender Schulfriede, Inklusion und die Reparaturen am G8 waren für Rot-Grün wichtiger als die groteske Überbelastung der Lehrer von Korrekturfächern, deren alljährliche Arbeitszeit allein am Gymnasium um 300 Stunden (oder 16 %) über der durchschnittlichen Arbeitsleistung aller Gymnasiallehrer liegt (vgl. landeseigene Lehrerarbeitszeitstudie von Mummert + Partner, 1999). Gleichzeitig forderten die großen Lehrerverbände – so vergeblich wie in den vergangenen 25 Jahren auch – die »Aufstockung der Entlastungsstundentöpfe«. Jedermann weiß, dass Schulpolitiker mit Sachverstand dafür kein Steuergeld mehr ausgegeben werden, denn das würde das schleichende Dahinsiechen der 150 Jahre alten Wochenstundendeputatsregelung ja nur verlängern – und mit ihr die darin eingebauten Ungerechtigkeiten der Arbeitsverteilung unter den Lehrern. Die Deputatsregelung gehört abgeschafft und ersetzt durch ein zeitgemäßes Verfahren der Erfassung und Abrechnung tatsächlich geleisteter Arbeit, das den fach-, stufen- und lerngruppenspezifisch unterschiedlichen Belastungen der einzelnen Lehrpersonen gerecht wird. Aber: Die Lehrerarbeitszeit gehört zusammen mit der Schulformproblematik zu den scheinbar unlösbaren Strukturproblemen des Bildungswesens. Von der rot-grünen NRW-Minderheitsregierung darf man da nichts erwarten. Von den großen Lehrerverbänden schon, aber sie haben Angst vor ihrer eigenen Mitgliedschaft: Da gibt es Besitzstände zu verteidigen, gerade wenn man zu jenem Drittel Lehrpersonen gehört, das – etwa am Gymnasium – bis zu 300 Stunden weniger Arbeit leistet als der Durchschnitt der Lehrer (vgl. landeseigene Lehrerarbeitszeitstudie von Mummert + Partner, 1999). Auch sie sind Beitragszahler, man darf sie nicht verärgern, sondern gaukelt ihnen lieber vor, dass ihre berufslebenslangen Arbeitszeitprivilegien dann nicht mehr zum Himmel stinken, wenn endlich »die Entlastungsstundentöpfe aufgestockt« sind. Aber mit Methoden aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ist das Strukturproblem »Lehrerarbeitszeit« im 21. Jahrhundert nicht zu lösen. Gut, dass es die VEREINIGUNG DER KORREKTURFACHLEHRERinnen gibt, die diesen Sachverhalt immer wieder thematisiert: »Ihrem Verein habe ich in den letzten Jahren gern angehört und für ihn geworben; Sie haben mehr für unsere Gruppe getrommelt und erreicht als der PhV während meiner gesamten ca. 38 Dienstjahre.« Das schrieb uns ein Gymnasiallehrer mit den Fächern
Deutsch, Englisch und Italienisch, der soeben in den Vorruhestand eintrat. Recht hat er, und wir werden auch 2012 weiter trommeln. |
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